„ÄrzteTag“-Podcast

Studien lesen in der Krise – wenn Ärzte von der Wissenschaft abgeschnitten sind

Wenn im Lockdown Bibliotheken schließen mussten, waren auch kleine Forschungsinstitute und Ärzte teils von der publizierten Wissenschaft abgeschnitten. Ein Gespräch mit Dr. Siw Waffenschmidt darüber, was sich ändern sollte.

Von Denis NößlerDenis Nößler Veröffentlicht:
Dr. Siw Waffenschmidt vom IQWiG.

Dr. Siw Waffenschmidt vom IQWiG.

© Ralf Baumgarten / IQWiG

In der Coronavirus-Pandemie mussten auch Bibliotheken ihre Pforten schließen. Für Forscher und Ärzte, die nicht an Unikliniken arbeiten, war das teils mit erheblichen Einschnitten verbunden, sagt Dr. Siw Waffenschmidt in dieser „ÄrzteTag“-Episode. Denn so sind sie nicht mehr an viele wissenschaftliche Veröffentlichungen wie Studiendaten oder Buchkapitel gekommen.

Die Crux: Viele öffentliche Bibliotheken dürfen ihre Bestände nicht digital anbieten. Ein Zugang ist nur vor Ort oder über eine aufwändige Fernleihe möglich. Ein Unding, meint Waffenschmidt.

Die Forscherin vom Deutschen Netzwerk Evidenz-basierte Medizin (DNEbM) und Abteilungsleiterin Informationsmanagement am IQWiG in Köln fordert: Nicht nur Universitätsmitarbeiter sollten digital Zugriff auf Forschungswissen haben. Auch außeruniversitäre Einrichtungen, Ärztinnen und Ärzte in Praxen oder kleinen Krankenhäusern, aber auch Privatleute sollten Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen erhalten.

Gemeinsam mit zwei Kolleginnen hat sie für das DNEbM eine entsprechende Stellungnahme veröffentlicht. Im „ÄrzteTag“ redet sie über Nationallizenzen, das Projekt DEAL und eine Utopie, wie Forschungswissen für alle Menschen zugänglich sein könnte. (Dauer: 19:40 Minuten)

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