„ÄrzteTag“-Podcast

TK-Chef Baas zur Digitalisierung: „Einmal Turbo zünden, reicht nicht“

Soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorankommen, müssen schnell Anwendungen mit Mehrwert her, sagt TK-Chef Dr. Jens Baas. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert er, warum es höchste Zeit wird, auf die Ärzte von der Basis statt auf Funktionärsinteressen zu hören – die Kassenseite eingeschlossen.

Von Rebekka HöhlRebekka Höhl Veröffentlicht:
TK-Chef Dr. Jens Baar betont: Bei der Digitalisierung kommt es auf den Mehrwert an.

TK-Chef Dr. Jens Baas betont: Bei der Digitalisierung kommt es auf den Mehrwert an.

© Baas: Techniker Krankenkasse | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Von finanziellen Anreizen für die Nutzung digitaler Anwendungen wie eAU und eRezept hält Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), wenig. Warum sollte ein Arzt für etwas, das er elektronisch statt auf Papier ausstellt, mehr Geld bekommen?

Gleichwohl muss einiges getan werden, damit die Digitalisierung nach rund 14 Jahren Rumwerkeln an der Telematikinfrastruktur (TI) endlich vorankommt. Mehrwert-Anwendungen lautet nach Meinung des TK-Chefs das Zauberwort. Denn auch Diskussionen um Strafzahlungen lehnt er ab. Doch Mehrwert-Anwendungen schafft man nur, wenn die Ärzte aktiv am Prozess der Digitalisierung beteiligt werden. „Es ist wichtig, dass wir das von Anwenderseite, also Arztseite aus machen“, betont Baas im „ÄrzteTag“-Podcast.

Gesundheitsminister Jens Spahn habe zwar den Turbo gezündet und durch seine Gesetzgebung einiges vorangebracht – auch weil er damit den jahrelangen „Verhinderungskämpfen“ der verschiedenen Funktionäre im Gesundheitswesen zum Teil ein Ende bereitet habe. „Aber nur, weil man einmal in einem Rennen auf einer Geraden den Turbo zündet, hat man das Rennen noch nicht gewonnen.“ (Dauer: 30:12 Minuten)

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