„ÄrzteTag“-Podcast

Was wir von Braunbären zur Thromboembolie-Prophylaxe lernen können

Braunbären im Winterschlaf haben Forscher auf eine heiße Spur gebracht. Denn die Tiere entwickeln kaum venöse Thromboembolien. Was das bedeutet, erzählen die Münchner Forscher Dres. Manuela Thienel, Johannes Müller-Reif und Tobias Petzold im „ÄrzteTag“-Podcast.

Denis NößlerVon Denis Nößler Veröffentlicht:
Was wir von Braunbären zur Thromboembolie-Prophylaxe lernen können

© Bär: Hinrich Bäsemann / picture alliance (Nein, so heißt nicht der Bär, sondern der Fotograf) | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Immobilität gilt gemeinhin als transienter Risikofaktor für venöse Thromboembolien (VTE). So einfach ist es aber nicht: Denn wenn Braunbären Winterschlaf halten und dadurch deutlich immobilisiert sind, haben sie ein deutlich erniedrigtes VTE-Risiko. Dasselbe trifft auch auf Menschen zu, etwa nach einer Lähmung durch eine Rückenmarksverletzung. Das hat ein Münchner Forscherteam mit internationaler Beteiligung – unter den Probanden schwedische Braunbären – herausgefunden und am 13. April dieses Jahres publiziert (Science 2023; 380 [6641]: 178–187).

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Für ihre Forschung haben der Arbeitsgruppenleiter Privatdozent Dr. Tobias Petzold und zwei der drei Erstautoren, die Dres. Manuela Thienel und Johannes Müller-Reif, am 19. Oktober den Galenus-von-Pergamon-Preis in der Kategorie Grundlagenforschung erhalten. Wie sie ihrer Erkenntnis auf die Schliche gekommen sind und was hinter dem Hitzeschutzprotein 47 (HSP47) steckt, erzählen sie im „ÄrzteTag“-Podcast. (11:29 Minuten)

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis 2023 in der Kategorie Grundlagenforschung ausgezeichnet für ihre „Bärenarbeit“: Privatdozent Dr. Tobias Petzold (2.v.l.), Dr. Manuela Thienel (2.v.r.) und Dr. Johannes Müller-Reif (re.) vom Klinikum der Universität München – hier zusammen mit Moderatorin Yve Fehring (links) und Jury-Mitglied Professorin Marianne Dieterich (Mitte).

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis 2023 in der Kategorie Grundlagenforschung ausgezeichnet für ihre „Bärenarbeit“: Privatdozent Dr. Tobias Petzold (2.v.l.), Dr. Manuela Thienel (2.v.r.) und Dr. Johannes Müller-Reif (re.) vom Klinikum der Universität München – hier zusammen mit Moderatorin Yve Fehring (links) und Jury-Mitglied Professorin Marianne Dieterich (Mitte).

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