„ÄrzteTag“-Podcast

Wie wollen Ärzte Patienten im Hygienestreit auf ihre Seite ziehen, Dr. Schroeder?

Eine Kampagne soll Patienten auf die Unterfinanzierung von ärztlichen Hygienemaßnahmen hinweisen – auch durch Rationierung. SpiFa-Vorstand Dr. Axel Schroeder erläutert im „ÄrzteTag“ die Ziele.

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:
Dr. Axel Schroeder, Vorstand des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands (Spifa) und Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen.

Dr. Axel Schroeder, Vorstand des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands (Spifa) und Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen.

© Andreas Schoelzel

Seit rund zehn Jahren müssen Vertragsärzte bei ambulanten Eingriffen verschärfte Hygienebestimmungen beachten. Anders als in den Krankenhäusern sind die dadurch entstehenden Kosten bislang nicht in die Kalkulationen für Leistungen wie Zystoskopien, Bauchspiegelungen vor Kinderwunsch-Eingriffen oder Kehlkopfspiegelungen eingeflossen.

Den Fachärzten stinkt dieser Zustand seit langem, doch die Krankenkassen blockierten bislang alle Verhandlungen, erläutert Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU) und Vorstand des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands (SpiFa), im aktuellen „ÄrzteTag“-Podcast der „Ärzte Zeitung“.

In den kommenden Wochen wollen Fachärzte in einer abgestimmten Hygienekampagne bestimmte, nicht lebensnotwendige Leistungen rationieren und gleichzeitig um Verständnis bei den Patienten werben. Das Verhalten der Krankenkassen, nicht endlich kostendeckende Honorare zu bezahlen, grenze an „Körperverletzung“, wenn dadurch notwendige Untersuchungen unterblieben, sagt Schroeder im Podcast. (Länge: 28:28 Minuten)

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