Direkt zum Inhaltsbereich

Karies verhindern

Eltern und Kinder werden zu Zahnpflege geschult

Über drei Jahre rund um die Geburt üben Zahnärzte mit Eltern und Kindern, wie sie ihre Zähne richtig putzen. Das Projekt wird am Hamburger UKE erprobt.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

HAMBURG. Die AOK Rheinland/Hamburg erprobt gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hamburg (KZV) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) einen präventiven Versorgungsansatz.

Dabei werden Eltern schon vor der Geburt und anschließend drei Jahre lang gemeinsam mit dem Kind systematisch durch den Zahnarzt und sein Team betreut.

Zum Konzept zählen eine gezielte Beratung über die richtige Pflege der Milchzähne und ein intensives Training möglichst beider Elternteile beim Pflegen des eigenen Gebisses.

Teilnehmen können Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg, die ein Kind erwarten oder Eltern eines Kindes sind, das zur Einschreibung nicht älter als ein Jahr ist.

Versorgungslücke bei Kindern bis zu drei Jahren

Bislang gibt es ab dem dritten bis fünften Lebensjahr drei jährliche Vorsorgeuntersuchungen. "Zwar haben auch jüngere Kinder Anspruch auf Zahnarztbesuche, jedoch ist nur wenigen Eltern bewusst, dass in diesem frühen Alter Zahnprophylaxe notwendig ist. Es besteht somit eine Versorgungslücke im Alter von null bis drei Jahren", sagte Thomas Bott von der AOK in Hamburg.

Ergebnisse von Untersuchungen bei Ein- und Zweijährigen ergaben nach Angaben der Vertragspartner, dass vier Prozent der Kinder manifeste Karies haben. Hinzu kommen viele Kinder mit beginnender Karies.

"Dies zeigt klar, dass der Grundstein für die Kariespolarisation früh gelegt wird und etablierte präventive Versorgungsangebote zu spät einsetzen", sagte Professor Ursula Platzer, Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde am UKE.

Die AOK finanziert den Vertrag extrabudgetär und ohne Bereinigung der Gesamtvergütung.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt

Patienten häufig überwässert

Praxistipps zur Hyponatriämie: „Trinken nur bei Durst!“

Lesetipps
Nicht alles können Ärzte in der Rheumatologie delegieren – die strukturierte Vorbereitung einer Anamnese allerdings schon.

© auremar / stock.adobe.com

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Dreidimensionale gerenderte Illustration von Darmkrebs.

© appledesign / stock.adobe.com

Ergebnisse einer Vergleichsstudie

CT-Kolonografie oder FIT: Welches Verfahren Darmkrebs früher aufspürt

Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht