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Breitseite gegen Spahn

Länder verlangen rasches Ende der Kontingentierung von Comirnaty®

16 gegen einen: Die Länder fordern Noch-Bundesgesundheitsminister Spahn auf, die Begrenzung der Liefermengen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer schnellstens zu stoppen. GMK-Vorsitzender Holetschek reagiert ungehalten.

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Die Kontingentierung der BioNTech-Vakzine für die Arztpraxen lehnen die Gesundheitsminister der Länder geschlossen ab.

Die Kontingentierung der BioNTech-Vakzine für die Arztpraxen lehnen die Gesundheitsminister der Länder geschlossen ab.

© Soeren Stache/dpa

Berlin/München. Die Gesundheitsminister der Länder drängen auf ein „schnellstmögliches“ Ende der Kontingentierung des Impfstoffs Comirnaty® für Arztpraxen und Impfzentren. Sie gehen damit auf Distanz zum geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Spahn hatte sich für eine Begrenzung des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer ausgesprochen. Bei Ärztevertretern, aber auch in den Ländern stößt das seit Tagen auf stößt das seit Tagen auf massive Kritik.

Auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, nannte die „kurzfristig angekündigte“ Kontingentierung von Comirnaty® „absolut inakzeptabel“. Der Bund müsse den Impfstoff im Rahmen der Regelversorgung „unverzüglich“ bereitstellen und die vorhandenen Lagerbestände „soweit wie möglich rasch ausliefern“, sagte der CSU-Politiker im Anschluss an eine Sitzung der GMK am Montagabend.

„Absolut inakzeptabel“

Der Bund solle zudem jede Möglichkeit nutzen, um weitere Mengen an Impfstoff von BioNTech/Pfizer kurzfristig über die EU zu akquirieren oder bereits zugesagte Lieferungen vorzuziehen, sagte Holetschek. Laut GMK-Beschluss sollen die Ständige Impfkommission und das Paul-Ehrlich-Institut „zeitnah“ ihre Empfehlungen und Informationen zum Einsatz von Kreuzimpfungen präzisieren. Holetschek verwies darauf, dass der Beschluss der GMK „geschlossen“ gefasst worden sei.

Laut Bundesgesundheitsministerium stehen in der laufenden Woche (47 KW) insgesamt neun Millionen Dosen des Impfstoffs Comirnaty® zur Verfügung – darunter drei Millionen Dosen, die bereits an Praxen und Impfzentren ausgeliefert, dort aber noch nicht verimpft worden sind.

Spahn: Können nur ausliefern, was da ist

Im „Deutschlandfunk“ sagte Spahn am Dienstagmorgen, es könne aktuell nur das an BioNTech/Pfizer verimpft werden, „was wir haben“. Er begrenze die Auslieferung nicht, „um irgendjemanden zu ärgern“. Den „Frust“ in den Praxen könne er verstehen. Es stünden aber bis Jahresende „immer noch zwei bis drei Millionen Dosen“ an Comirnaty® je Woche zur Verfügung. „Das ist mehr, als in den letzten Wochen verimpft wurde.“

Im GMK-Beschluss heißt es, die Länder begrüßten die Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums, in der kommenden Woche „statt zwei nunmehr drei Millionen“ Impfdosen an Praxen und Impfzentren ausliefern zu wollen. (hom)

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