Großbritannien

Schlechte Luft in jeder dritten Hausarztpraxis

In Großbritannien liegen viele Praxen und Kliniken in Gegenden mit potenziell gefährlicher Luftqualität.

Veröffentlicht:

LONDON. Tausende Hausarztpraxen und hunderte Kliniken in Großbritannien liegen an Straßen, in denen die Luftqualität so schlecht ist, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diese Luftqualität als potenziell gefährlich einstuft. Besonders Asthmapatienten und ältere Patienten leiden.

Wie ein neuer Bericht der British Lung Foundation (BLF) zeigt, werden in Großbritannien „Millionen Patienten und Ärzte regelmäßig stark verschmutzter Atemluft ausgesetzt“. Die BLF bezeichnete die Studien-Ergebnisse als „sehr alarmierend“ und verlangt von Politikern „Sofortmaßnahmen“, um das Problem zu lösen oder zumindest zu lindern.

Laut Studie sind derzeit landesweit mehr als 2000 Arztpraxen, Krankenhäuser und andere Versorgungseinrichtungen des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) in Gegenden situiert, in denen die Luftqualität so viele Schadstoffe aufweist, dass Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation überschritten werden.

Für Hausärzte besonders interessant und wichtig ist die Feststellung, dass landesweit jede dritte Hausarztpraxis in Gegenden mit zu schlechter Atemluft situiert ist. Bei den staatlichen Kliniken ist es immerhin jede vierte Klinik.

Zwei der größten Kinderkliniken Großbritanniens, Great Ormond Street (London) und Birmingham Children Hospital, liegen ebenfalls in Gebieten mit stark verschmutzter Luft. Pädiater bezeichneten die Ergebnisse als „Schande“ und verlangen von der Regierung Sofortmaßnahmen, um die Luftqualität besonders in diesen Gegenden zu verbessern.

Interessant: das Problem scheint nicht nur auf die Großstädte beschränkt zu sein. Selbst in kleineren Städten wie Ipswich, Gillingham, Colchester oder Basingstoke liegen viele Hausarztpraxen und Kliniken an viel befahrenen Straßen, in denen die Luftqualität gegen WHO-Richtlinien verstößt. Der Report sorgt im Königreich für Schlagzeilen. (ast)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Praxisfall im Podcast: Atemwegsinfekt

© Bionorica SE

Phytoneering-Akademie

Praxisfall im Podcast: Atemwegsinfekt

Anzeige | Bionorica SE
Antibiotika – Fluch und Segen

© Bionorica SE

Podcast

Antibiotika – Fluch und Segen

Anzeige | Bionorica SE
Brauchen wir noch Antibiotika?

© deepblue4you | iStock

Content Hub

Brauchen wir noch Antibiotika?

Anzeige | Bionorica SE
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Stressfreie Blutabnahme

So lassen sich Schmerzen durch Nadelstiche bei kleinen Kindern mindern

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten