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Kommentar zu U-Vorsorgen

Was Kevin und Jessica hilft

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Namen wie "Jessica", "Kevin" oder "Lea Sophie" haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt: Sie stehen für gravierende Fälle von Kindesmisshandlung - und für das Versagen von Behörden.

Seit etwa 2005 entspann sich eine hoch emotionale und oft über die Medien geführte Debatte darüber, was zu tun ist. Ein verbindliches Einladungs- und Erinnerungssystem für Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern, das in vielen Ländern etabliert wurde, ist eine der Antworten auf die Missbrauchsfälle gewesen.

Die Hoffnung dabei: Wird ein Kind bei der U-Vorsorge dem Arzt vorgestellt, bleiben Symptome von Verwahrlosung oder Misshandlung nicht unentdeckt.

Zahlen aus mehreren Ländern zeigen einen gesundheitspolitisch positiven Trend: Mehr Eltern bringen ihren Nachwuchs zur Früherkennung.

Aber den erhofften Schub für den Schutz von Kindern hat dieses Instrument nicht gebracht. Ganz überwiegend waren die betroffenen Familien längst den Behörden bekannt.

Das alle Kinder erfassende Einladungs- und Erinnerungssystem ist aufwändig, bürokratisch und wohl auch teuer. Wenn sich die nun vorliegenden Zahlen bestätigen sollten - wird jemand den Mut haben, es auch wieder in Frage zu stellen?

Lesen Sie dazu auch: U-Vorsorgen: In der Not zwecklos

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