Promotionsstipendien

AML und CAR-T-Therapie auf der Spur

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:

Berlin/München. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) fördert auch dieses Jahr gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) bundesweit zehn Doktoranden, die sich mit der Erforschung neuer Therapien gegen Leukämie und andere Blut- und Knochenmarkserkrankungen befassen. Die José Carreras-DGHO-Promotionsstipendien sind mit jeweils 10.000 Euro und für die Dauer eines Jahres dotiert. Ziel der Förderung sei es, jungen Wissenschaftlern eine experimentelle Promotion, die mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist, zu ermöglichen.

Bei den Projekten handele es sich um „vielversprechende und erkenntnisbringende Forschungsvorhaben, die wesentliche Bestandteile der aktuellen Grundlagenforschung bilden könnten“, heißt es. Von den insgesamt zehn Forschungsprojekten widmen sich nach Angaben der DGHO acht der akuten myeloischen Leukämie (AML) und zwei davon der CAR-T-Zell-Therapie. Die AML ist die häufigste Form akuter Leukämien bei Erwachsenen. Trotz einer intensiven Chemotherapie kommt es dabei häufig zu Rückfällen. Die Erforschung weiterer Angriffspunkte dient dazu, künftig neue und bessere Therapieansätze zu finden, von denen betroffene Patienten profitieren können.

Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine wirksame und neuartige Behandlungsmethode, die bei schweren Formen akuter lymphatischer Leukämie und bestimmten Formen des B-Zell-Lymphoms angewendet werden darf. Dennoch ist diese nicht bei allen Patienten wirksam. Mechanismen des Ansprechens und der Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie zu untersuchen, ist Vorhaben zweier Stipendiaten.

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung hat bislang nach eigeen Angaben rund elf Millionen Euro für Stipendienprogramme bereitgestellt. „Nur über kontinuierliche Forschung wird es uns gelingen, den noch bestehenden Bedarf an kurativen Therapien im Bereich der Leukämien und anderer bösartiger Blut- oder Knochenmarkserkrankungen zu decken und damit die Überlebens- und Heilungschancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Daher unterstützen wir junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen Beitrag dazu leisten möchten, jeder Patientin und jedem Patienten dauerhaft zu helfen“, erläutert Stiftungs-Geschäftsführerin Dr. Ulrike Serini. (maw)

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