Medizinprodukte

Brüssel denkt wohl über neue Fristen nach

Können Medizinprodukte, die künftig höher klassifiziert werden, bis 2024 am Markt bleiben?

Veröffentlicht:

Bonn/Berlin/Brüssel. Die Europäische Kommission reagiert offenbar auf die mahnenden Worte von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie der europäischen Medizinprodukteverbände, die im Zuge der novellierten EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) unzureichende Übergangsregelungen kritisiert, vor drohenden Engpässen gewarnt und Nachbesserung gefordert haben.

Nach Informationen des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) liegt nun in Brüssel ein erster inoffizieller Entwurf für das Korrigendum vor. Dies solle dem Vernehmen nach eine Übergangsfrist für Medizinprodukte der Klasse I betreffen, die nach der MDR, die am 26. Mai nächsten Jahres scharfgeschaltet wird, einer Höherklassifizierung unterliegen. Bisher gibt es für diese Produkte keine Übergangsfrist. Ob dies dann nur die Produkte der bisherigen Risikoklasse I wie Software und arzneimittelähnliche Medizinprodukte oder auch die der neuen Untergruppe Ir (wiederverwendbare chirurgische Instrumente) betreffen soll, ist nicht klar. Laut BAH soll die Übergangsfrist dann wie für Medizinprodukte anderer Risikoklassen bis 2024 gelten.

Gemäß Artikel 120 Absatz 3 MDR dürfen Medizinprodukte mit einem gültigen Zertifikat gemäß der Richtlinie 93/42/EWG (MDD) auch nach dem 26. Mai 2020 vom Medizinprodukte-Hersteller noch in Verkehr gebracht werden, sie müssen aber bereits einige Anforderungen der MDR erfüllen. Das gilt ausdrücklich nicht für stoffliche Medizinprodukte der Klasse I, die höhergestuft werden, da diese nicht über MDD-Zertifikate verfügen. (maw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Europäische Chemiepolitik

Ethanol bleibt in der EU als Desinfektionsmittel zulässig

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Aut idem patentfreier rekombinanter Arzneimittel

Jetzt übernehmen Apotheken die Verantwortung für die wirtschaftliche Biological-Auswahl

Lesetipps
Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram

Modell eines Körpers, in dem der Darm zu sehen ist.

© J.G Studio / Stock.adobe.com / Generated with AI

Akute Enteropathie und Enteritis

Radiotherapie bei Krebs: Diese Maßnahmen schützen den Darm