Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Die Kakophonie der Arzt-Debatten

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Die Ärzte trifft es in der öffentlichen Diskussion wirklich knüppeldick. Zuerst die Debatte um die Zuweiserprämien, dann die Vorwürfe der Diskriminierung bei den Wartezeiten und die Angriffe auf der Kriminologen-Tagung in Gießen. Und man kann wirklich nicht behaupten, dass die Vertreter der Ärzte in den Diskussionen immer eine gute Figur gemacht hätten, vor allem dann, wenn sich Klinikvertreter und Ärztevertreter wechselweise Bestechung oder Erpressung vorgeworfen haben.

Da tut es wohl, dass gerade die Debatte um die Zuweiserpauschalen jetzt deutlich sachlicher geführt wird: Beim Urologenkongress in Dresden hat es ein Allgemeinmediziner und Jurist ganz deutlich gesagt: Ein Arzt, der von einer Zuweisung profitiert, wird bei seiner Klinikempfehlung in der Regel dennoch das Wohl seines Patienten im Auge behalten - und er hat Recht damit.

Niemand sollte vorschnell den Stab brechen. Auch wenn viele Einflüsse ökonomischer Natur das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient stören: Dann, wenn es wirklich ums Wohl und Wehe des eigenen Patienten geht, wird kaum ein Arzt gegen seinen hippokratischen Eid handeln. Doch um jeglichen Verdacht beim Patienten zu vermeiden, hilft letztlich nur eines: Transparenz.

Lesen Sie dazu auch: Zuweiserprämien: "In fünf Jahren ist das Thema durch" Transparenz als Gegenmittel gegen Prämien "Wir erwarten eine lebhafte Diskussion" Zuweiserprämien - Jahrestagung der Urologen im Auge des Sturms

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Abb. 1: Reduktion von HWI-Rezidiven nach initialer Verordnung des Phytotherapeutikums im Vergleich zur initialen Verordnung eines Antibiotikums

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Real-World-Daten zu unkomplizierten Harnwegsinfektionen

Pflanzliches Arzneimittel: weniger Rezidive als unter Antibiotikum

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Repha GmbH Biologische Arzneimittel, Langenhagen
Abb. 1: Typische Laborbefunde bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1, 7, 8]

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

Unklare Hämaturie – auch an PNH denken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Lesetipps
Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht

Darstellung einer Lunge: Farbige 3D-Computertomographie (CT) in axialer Ebene bei interstitieller Lungenerkrankung (ILD).

© K.H. Fung / Science Photo Library

Warnzeichen trockener Reizhusten

Wenn bei Rheuma die Lunge knistert