Zukunftstrends

Digital Health – Hauptsache künstlich intelligent?

Welche Chancen und Risiken bestehen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Versorgung? Antworten gibt es bei der IT-Fachmesse DMEA.

Veröffentlicht: 08.04.2019, 06:45 Uhr

BERLIN. Die Erkennung und Markierung anatomischer Strukturen in medizinischer Bilddaten ist Voraussetzung vor allem für die Planung und Durchführung von Therapien. Gerade bei 3D-Bilddaten ist das ein aufwändiger Prozess, der nicht mehr manuell in effektiver Weise durchgeführt werden kann und somit zum Fall für die Künstliche Intelligenz (KI) wird.

Bei der Health-IT-Fachmesse DMEA zeigt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD (Halle 2.2/Stand E109) vom 9. bis 11. April in Berlin Lernverfahren, die in der Lage sind, eine Vielzahl anatomischer Strukturen in Bilddaten simultan, vollständig automatisch zu segmentieren.

So können laut IGD Bilder eines Organs eines Patienten mit einer Datenbank abgeglichen werden. Stehe etwa der Verdacht im Raum, dass der Darm des Patienten chronisch entzündet ist, erkenne die KI anhand der zugrunde liegenden Algorithmen sofort Abweichungen im Falle eines erkrankten Darms.

Der Arzt spare sich somit viel Zeit, da das einzelne Sichten der Bilder entfalle. Dieser generische Ansatz sei auf unterschiedliche Bildmodalitäten und Körperbereiche anwendbar.

Im Rahmenprogramm beleuchtet der Workshop „Künstliche Intelligenz in der Medizin“ am 10. April von 09:30 - 13:15 Uhr in Halle 2.2 aktuelle Einsatzfelder der KI in der Medizin wie beispielsweise Lösungen zur Klassifikation von Hautläsionen.

Des Weiteren geht es um relevante Standards und regulatorische Rahmenbedingungen der KI im Zeitalter der novellierten EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR), die ab Mai 2020 greift.

Im Rahmen des Workshops würden zudem zwei für den KI-Einsatz relevante HL7-Standards vorgestellt: die Arden-Syntax und die Clinical Quality Language (CQL). Außerdem geht es um Evaluationsverfahren KI-basierter Anwendungen. (maw)

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