Kommentar – Cyber-Kriminalität

Effizienz versus Sicherheit

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Die aktuellen Enthüllungen von Wikileaks über Aktivitäten von Hackern des US-Geheimdienstes zeigen, wie schwer es ist, Datensicherheit in Datennetzen zu gewährleisten. Das bringt auch IT-Experten in Kliniken und bei Praxis-EDV-Herstellern ins Schwitzen, und auch Ärzte sollte die Bedrohung aus dem Netz nicht kalt lassen. Denn der Trend zu einer immer engeren Vernetzung zwischen Ärzten, sogar über Sektorengrenzen hinweg, öffnet immer mehr Einfallstore in die Systeme für Hacker. Auch Fernwartungssysteme und Online-Updates in Praxen bergen je nach Gestaltung Gefahrenpotenzial.

Gleichzeitig ist bekannt, dass viele Cyber-Kriminelle mittlerweile erkannt haben, dass gerade Kliniken und Praxen mit den Krankenakten von Patienten ein erhebliches Erpressungspotenzial bieten. Das haben die Infektionen mit dem "Locky"-Virus Anfang 2016 nur zu deutlich gezeigt.

Das Internet sorgt dafür, dass viele Arbeitsabläufe, auch im Gesundheitswesen, erheblich vereinfacht werden können. Effizienz und Sicherheit unter einen Hut zu bringen ist eine Aufgabenstellung, die Ärzte in Praxen und Kliniken ebenso betrifft wie Programmierer von Arztsystemen und IT-Manager in Krankenhäusern.

Sicherheit von IT-Systemen beginnt im Kopf der Nutzer. Es ist höchste Zeit, dass wirklich alle Anwender dafür sensibilisiert werden, was sie mit einem unbedachten Klick auf einen Dateianhang einer Mail anrichten können. Das ist auch eine Frage der Führungskultur.

Lesen Sie dazu auch: Datensicherheit: Praxen und Kliniken im Fadenkreuz von Hackern

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