Auch ohne DiGA-Status

IKK Südwest fördert Neurodermitis-App

Manche Krankenkassen erstatten die Kosten für digitale Anwendungen auch ohne entsprechende Listung beim BfArM. Die IKK Südwest beispielsweise unterstützt ab sofort die Neurodermitis-App „Nia“.

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Berlin. Die IKK Südwest listet ab sofort die Neurodermitis-App „Nia“ und erweitert damit ihr Portfolio im Bereich digitaler Anwendungen.

Die Versicherten können die Premiumversion der App, die normalerweise 49,95 Euro monatlich kostet, dadurch kostenfrei verwenden, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom App-Entwickler Nia Health und der IKK Südwest. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat „Nia“ bislang noch nicht in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen.

Die digitale Anwendung unterstützt Patienten und Eltern betroffener Kinder im Umgang mit Neurodermitis. In „Nia“ können beispielsweise potenzielle Schub-Auslöser dokumentiert werden. Die Nutzer erhielten außerdem Tipps und Hintergrundwissen rund um die Themen Medikamente, Ernährung, Psychologie und Körperpflege, heißt es in der Meldung.

„Auf digitalem Weg möglichst vielen Betroffenen helfen“

Die App wurde von der Berliner Firma Nia Health, ein Spin-off der Charité Berlin, im Jahr 2019 ins Leben gerufen. „Es war von Beginn an unsere Motivation mit Nia auf digitalem Weg möglichst vielen Betroffenen zu helfen. Als Ergänzung zu bestehenden Behandlungsformen können wir so mehr Menschen erreichen. Mit moderner Technologie wollen wir letztendlich die Arzt-Patienten-Kommunikation unterstützen“,sagt die Dermatologin und Nia-Health-Gründerin, Dr. Reem Alneebari.

In diesem Leistungsrepertoire digitaler Gesundheitsapplikationen seien bei der IKK aktuell neben der Nia- App sieben weitere digitale Gesundheits-Apps enthalten. Grundsätzliche Voraussetzung für die Kostenerstattung ist eine Antragstellung und das Vorliegen einer Erkrankung, bei der ein digitales Medizinprodukt zum Einsatz kommen soll.

Daniel Schilling, Vorstand der IKK Südwest: „Mit Nia wollen wir von Neurodermitis betroffenen Familien ein zeitgemäßes Medizinprodukt als sinnvolle Ergänzung zu klassischen Behandlungsmethoden anbieten.“ (kaha)

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