Corona-Pandemie

Pandemie-Management: Kliniken müssen jetzt täglich Betten melden

Ab sofort tägliche Bettenmeldung: Davon verspricht sich Berlin mehr Transparenz in Sachen stationärer COVID-Kapazitäten.

Veröffentlicht:
Ab sofort sind Kliniken verpflichtet, taggenau zu melden, wieviele Betten in der nicht intensivmedizinischen Versorgung belegt sind. Ab 26. November sollen sie zusätzlich anzeigen, was intensivmedizinisch bei ihnen stattfindet – und was noch möglich ist.

Ab sofort sind Kliniken verpflichtet, taggenau zu melden, wieviele Betten in der nicht intensivmedizinischen Versorgung belegt sind. Ab 26. November sollen sie zusätzlich anzeigen, was intensivmedizinisch bei ihnen stattfindet – und was noch möglich ist.

© Dr. Barry Slaven / Science Photo Library

Berlin. Mehr Bürokratie für Kliniken: Nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist am Dienstag der erste Teil der „Verordnung zur Krankenhauskapazitätssurveillance“ in Kraft getreten. Der zweite Teil der Verordnung tritt am 26. November dieses Jahres in Kraft.

Ab sofort müssen demnach Kliniken täglich bis 11 Uhr dem Robert Koch-Institut die Anzahl der belegten Betten in der nicht intensivmedizinischen, somatischen Versorgung mit Stand 12 Uhr des Vortages melden. Dabei ist zwischen Erwachsenen und Kindern zu differenzieren.

Ab dem 26. November müssen die Kliniken dann täglich bis 12 Uhr an das beim RKI geführte DIVI IntensivRegister die Anzahl „der belegten und der belegbaren Intensivbetten“ melden. Hierbei ist außer nach Erwachsenen und Kindern auch nach invasiven und nicht-invasiven Beatmungsmöglichkeiten sowie zusätzlicher extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) aufzuschlüsseln.

Lesen sie auch

Darüber hinaus ist täglich bis 12 Uhr die Anzahl der intensivmedizinisch wegen einer SARS-CoV-2-Infektion behandelten Patienten mitzuteilen. Dieser Posten ist zu differenzieren nach Erwachsenen, Kindern und Schwangeren sowie nach deren bislang erfolgten COVID-Impfungen und – wenn bekannt – nach Virusvarianten.

Lesen sie auch

Zudem sind täglich die Corona-Patienten zu beziffern, die invasiv beatmet werden sowie diejenigen, die aus der intensivmedizinischen Behandlung entlassen wurden.

Desweiteren gefordert ist eine tägliche Meldung der Anzahl Kinder, die wegen einer RSV- oder einer Influenza-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden. Letzter Punkt auf der täglichen Meldungsliste der Kliniken ist eine Schätzung ihrer Sieben-Tage-Kapazität zur Neuaufnahme intensivmedizinisch zu versorgender Patienten. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beschluss des Bundestags

Lebendorganspende: Gesetzgeber macht Überkreuzspenden möglich

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Lesetipps
Eine sehr einfache Illustration eines Darms mit verschiedenen Kapseln drin.

© Dragon Claws / stock.adobe.com

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus