Smartphone und Co

Knopf im Ohr misst Gesundheitsdaten

Ein Sensor im Gehörgang soll künftig Körpertemperatur, Sauerstoffsättigung und weitere Daten an Smartphone und PC übertragen.

Veröffentlicht:

HANNOVER. Im Jahr 2008 begann Johannes Kreuzer, damals Doktorand an der Technischen Universität (TU) München, damit, einen Sensor zu entwickeln, der komfortabel die Körperinnentemperatur misst.

Auf der diesjährigen CeBIT stellte nun das Start-up cosinuss0, das Kreuzer 2011 gemeinsam mit Greta Kreuzer und Josef Bernlocher gegründet hat, den Prototypen für einen Sensor vor, der Ende des Jahres in die Serienproduktion gehen soll.

Dabei mutet der cosinuss0-Sensor eher wie ein Hörgerät an - mit dem Unterschied, dass er in knalligen Farben daherkommt. Das liegt wohl daran, dass der Sensor zunächst für den Sportbereich entwickelt wurde.

Der Messfühler, der in den Gehörgang eingeführt wird, erfasst derzeit nämlich die Körperinnentemperatur, Pulsfrequenz und die Sauerstoffsättigung. Über Bluetooth werden die Daten ans Smartphone des Nutzers übertragen. Dort ließen sie sich mit jeder beliebigen App auswerten und nutzen.

Das junge Unternehmen plant aber auch, im Gesundheitsmarkt tätig zu werden. Es gäbe bereits die ersten Kooperationen mit Kliniken, sagte ein Sprecher auf der CeBIT-Sonderausstellung Code_n.

Dort würde getestet, inwieweit sich auch Daten für den Gesundheitssektor messen und nutzen lassen. Das Start-up sieht etwa - außer in der Sportmedizin - mögliche Ansätze in der Schlaf- und Gehirnforschung sowie in der telemedizinischen Überwachung von Patienten.

Was bereits geplant ist: Der Sensor soll audiofähig gemacht werden, damit könnten Sportler und später auch Patienten direkt über den Ohrstecker Verhaltensanweisungen erhalten.

Der Sensor wird zum Jahresende über den Onlineshop von cosinuss0 erhältlich sein, kosten soll er 150 Euro. (reh)

Mehr zum Thema

Telemedizin

Auszeichnung für Innovationsfonds-Projekt Telnet@NRW

Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Wie rechnen Ärzte eine Impfung gegen SARS-CoV-2 richtig ab?

Praxistipp

So rechnen Ärzte die Corona-Impfung korrekt ab

Das Gewaltpotenzial steigt während Hitzewellen deutlich – je nach Studie werden an heißen Tagen bis zu 14 Prozent mehr Gewaltverbrechen begangen.

Psychische Folgen des Klimawandels

Von Öko-Angst und Hitzestress