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Bilanz 2020

Morphosys profitiert von Allianzen

Morphosys hat 2020 erstmals Einnahmen aus eigener Produktvermarktung erzielt. Ohne Partner geht es aber noch nicht.

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München. Erfolge mit Kundenprojekten, aber auch Entwicklungen auf eigene Rechnung haben der Münchener Morphosys AG 2020 ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum beschert. Ein eher verhaltener Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr schickte die Aktie des MDax-notierten Antikörperspezialist nach Bekanntgabe der Jahreszahlen dennoch auf Talfahrt.

Insbesondere die Anfang 2020 mit dem US-Unternehmen Incyte eingegangene Entwicklungs- und Vertriebsallianz für den Anti-CD-19-Antikörper Tafasitamab (Monjuvi®) gegen B-Zell-Lymphom ließ mit einer hohen Einstiegszahlung über 255,8 Millionen Euro die Kasse klingeln. Hinzu kamen erste eigene Produkterlöse mit dem im August 2020 in den USA zugelassenen Tafasitamab (18,5 Mio. Euro); in Europa ist der Zulassungsantrag noch anhängig. Tantiemen von Janssen für den auf Morphosys-Technologie basierenden Psoriasis-Antikörper Guselkumab (Tremfya®) beliefen sich auf 42,5 Millionen Euro.

In Summe vervielfachten sich damit die Umsatzerlöse auf 327,7 Millionen (Vorjahr: 72 Millionen). Nach Steuern verdiente Morphosys 97,9 Millionen Euro (-103 Mio.). 2021 werden zwischen 150 und 200 Millionen Euro Gesamtumsatz erwartet. Die diesjährigen F&E- sowie Vertriebsaufwendungen für Monjuvi® werden einschließlich des auf Incyte entfallenden Anteils auf mindestens 355 Millionen Euro taxiert. Eine Ertragsprognose wurde nicht veröffentlicht . (cw)

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