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Gesundheits-Apps

Orientierung bei der Suche nach der richtigen Lungen-App

Welche Apps sind für Menschen mit Lungenerkrankungen nützlich? Deutsche Atemwegsliga und Patientenorganisationen haben sich zusammengetan, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

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Ist die App passend? Experten haben pneumologische Apps systematisch bewertet.

Für das Fachgebiet der Pneumologie haben sich Expertinnen und Experten zusammengetan, um in einem systematischen Bewertungsprozess pneumologische Apps zu bewerten.

© Melinda Nagy / stock.adobe.com

Neu-Isenburg. Bisher schaffen nur wenige Gesundheits-Apps als Medizinprodukte den Sprung, eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zu werden. Das heißt aber nicht, dass alle anderen für Patienten oder Ärzte nicht nützlich in der Anwendung wären.

Aber welche Apps Anwendern tatsächlich nützliche Dienste bieten, ist insbesondere für Patienten, aber auch für Ärzte und Medizinische Fachangestellte (MFA) nur schwer zu beurteilen. Für das Fachgebiet der Pneumologie haben sich daher Ärztinnen und Ärzte der Deutschen Atemwegsliga, Mitglieder der Patientenliga Atemwegserkrankungen sowie von Alpha1 Deutschland e.V. zusammengetan, um in einem systematischen Bewertungsprozess pneumologische Apps zu bewerten. Technischer Partner für die Plattform PneumoDigital ist das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH.

Bei PneumoDigital erprobten Ärzte und Patienten gleichberechtigt die Apps, heißt es in einer Mitteilung des ZTG. Dadurch flössen unterschiedliche Bedürfnisse, Ziele, Vorkenntnisse und Fähigkeiten in die Bewertung mit ein.

Keine Prüfung bis ins kleinste Detail

„Es geht nicht per se darum, eine App bis ins allerkleinste Detail rechtssicher zu prüfen – dies ist angesichts des Aufwandes auch nur schwerlich möglich“, so Dr. Uta Butt von der Deutschen Atemwegsliga laut Mitteilung. Ziel sei es, die Apps systematisch nach festgelegten und relevanten Kriterien zu überprüfen und so die Markttransparenz zu erhöhen.

Die Prüfung durch die Expertinnen und Experten von PneumoDigital erfolgt demnach in vier Schritten: Zunächst müsse sich der App-Hersteller bewerben und eine Selbstauskunft zu der App ausfüllen – mit Angaben zu den Zielen und Zielgruppen der App, zum Geschäftsmodell, zu Kosten und zu Kontaktmöglichkeiten (Hersteller). Ebenso werde der Anbieter zu durchgeführten Studien sowie zu medizinischen und datenschutzrechtlichen Aspekten befragt.

Telefonkonferenz entscheidet

Anschließend nehme die ZTG GmbH eine technisch-rechtliche Überprüfung vor – unter anderem zu Aspekten wie Datenschutz, Zugriffsrechten, Geschäftsbedingungen, den Einsatz von Tracking-/Analyse-Software und zur Datensicherheit. In einer Telefonkonferenz, an der alle Testerinnen und Tester der App teilnehmen können, werde dann überprüft, ob die App alle wichtigen Kriterien erfüllt.

Das Fazit zur App wird zusammen mit der Selbstauskunft und dem technischen Prüfbericht unter atemwegsliga.de/pneumo-digital-apps/html veröffentlicht. Bislang sind auf der Plattform zehn getestete Apps zu finden. (ger)

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