Vor der Wahl

Pharma meldet Standortwünsche an

Was die Erfolgsfaktoren am Standort Deutschland betrifft, sehen die forschenden Pharmaunternehmen noch Luft nach oben.

Veröffentlicht:

Berlin. Wunschzettel der Wirtschaft an die Politik haben vor Bundestagswahlen Tradition. So meldet aktuell auch die Pharmabranche Standortdefizite an – trotz der Erfolgsgeschichte des hierzulande in nur zwölf Monaten entwickelten ersten mRNA-Impfstoffs. „Doch was in der Corona-Krise möglich wurde, entspricht für Biotech- und Pharmaunternehmen in Deutschland üblicherweise leider nicht der unternehmerischen Realität“, so der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) am Freitag.

Was nach Meinung der Branche eine neue Regierung anzugehen hätte, um den Pharmastandort Deutschland zu stärken, hat der vfa im Verein mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei 58 Unternehmen abgefragt.

Demnach sind „langwierige und bürokratische Prozesse“ die wichtigste Herausforderung in Sachen Standortoptimierung. Für die Hälfte der befragten Betriebe (56 Prozent) sei „äußerst wichtig“, heißt es, „dass etwa klinische Studien schneller umgesetzt und Produktionsstätten schneller aufgebaut werden können“.

Zugang zu Gesundheitsdaten erwünscht

Genauso hoch ist der Anteil der Befragten, die „einen leichteren und datenschutzkonformen Zugang zu Gesundheitsdaten“ als „besonders wichtig“ erachten. 50 Prozent wünschen sich „bundeseinheitliche Datenschutzvorgaben“ um länderübergreifende Studien schneller realisieren zu können. Und 46 Prozent fordern den Angaben zufolge eine leistungsfähigere digitale Infrastruktur. 37 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe betonen die Priorität besserer Wagnis- und Beteiligungsfinanzierungen.

Relativ zufrieden mit den hiesigen Verhältnissen sind die Unternehmen laut Mitteilung hinsichtlich „der Fachkräftesituation, dem Netzwerk an Zulieferern und Dienstleistern vor Ort sowie der Forschungsinfrastruktur und Forschungsvernetzung“.

Von zentraler Bedeutung sei für die Branche aber der Patentschutz, heißt es weiter. Der sei 80 Prozent der Umfrageteilnehmer „wichtig oder äußerst wichtig, damit sich hohe Forschungs- und Entwicklungskosten für Innovationen wirtschaftlich auszahlen“. Forderungen diesbezüglich an Berlin werden in der jüngsten Verbandsmitteilung jedoch nicht erhoben. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!