Kommentar zum E-Health-Datenschutz

Sicherheit hat Vorrang

Von Hauke Gerlof Veröffentlicht: 14.11.2014, 11:45 Uhr

Die Akzeptanz der elektronischen Gesundheitskarte, die für einen reibungslosen Datenaustausch zwischen den behandelnden Ärzten sorgen soll, hängt an zwei Voraussetzungen: Zum einen muss der Einsatz der Karte für Ärzte und Patienten mit einem medizinischen Mehrwert verbunden sein. Zum anderen muss die Übertragung und gemeinsame Nutzung der Daten zwischen Ärzten in mehreren Versorgungsebenen sicher sein.

Gebetsmühlenartig wird deshalb auch von den Initiatoren der Karte und von der Betreibergesellschaft gematik immer wieder die Sicherheit der Anwendungen hervorgehoben. Die Telematikinfrastruktur hat sich in den vergangenen Jahren bei Datenschützern und selbst bei Hackern in Sachen Sicherheit einen guten Ruf erworben.

Die Einbindung von Health-Apps oder Datenuhren in diese hoch sichere Infrastruktur, wie sie jetzt bei einer Anhörung im Bundestag gefordert wurde, wäre deshalb fahrlässig. Patienten können ihre Vitaldaten auch auf anderen Wegen als über die Telematikinfrastruktur zugänglich machen.

Die Apps könnten sich ansonsten als Trojanisches Pferd für die Infrastruktur erweisen. Denn sicher ist: Frei im Netz zugängliche Daten aus der Telematikinfrastruktur wären das Aus für eine breite Nutzung der Karte in der medizinischen Versorgung.

Lesen Sie dazu auch: Gesundheitskarte: Fachleute streiten über Datenschutz bei Health-Apps

Mehr zum Thema

Telematikinfrastruktur

Konnektoren jetzt auch für KVen

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Kassen reagieren mit Unverständnis auf KBV-Kritik

Honorarverhandlung

Kassen reagieren mit Unverständnis auf KBV-Kritik

Wie deutsche Hilfsorganisationen in Beirut die Not lindern

Katastrophenhilfe im Libanon

Wie deutsche Hilfsorganisationen in Beirut die Not lindern

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden