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Kommentar – Abrechnungsbetrug

Vertrauensverlust bleibt

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:

Die Dunkelziffer ist immens, der Schaden erst recht – das sagen jedenfalls die Ermittler der Kaufmännischen Krankenkasse in Hannover. Allein für das Jahr 2017 haben sie zu Lasten von KKH-Versicherten einen Schaden von 3,7 Millionen Euro durch Betrug im Gesundheitswesen gefunden. Damit seien aber nur fünf Prozent des tatsächlich ergaunerten Geldes entdeckt worden, schätzt man in Hannover.

Wie sehr Bestechlichkeit, Bestechung und und Betrug im Gesundheitswesen die Versicherten finanziell schädigen, dürfte wohl kaum zu beziffern sein. Um so weniger der Vertrauensverlust. Und er ist natürlich das größere Problem. Das zeigt die Erschütterung, die der Betrug durch einen Bottroper Apotheker auslöste. Er habe gepanschte Krebsmedikamente ausgeliefert und sich am Geld bereichert, das die Krankenkassen im Vertrauen auf die korrekte Medikation überwiesen. Hoffentlich ein Einzelfall, aber ein verheerender.

Er und andere Fälle haben die Potenz, das Verhältnis von Patienten und Ärzten (und Apothekern) zu zermürben. Selbst wenn der Rechtsfriede durch einen neuen Betrugsparagrafen für das Gesundheitswesen leichter hergestellt werden könnte – unter dem Vertrauensverlust leiden Ärzte und Patienten länger.

Lesen Sie dazu auch: Rechtsexperte fordert: Engere Daumenschrauben bei Abrechnungsbetrug!

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