Direkt zum Inhaltsbereich

Suche nach der guten Klinik

Weisse Liste vergibt Sterne für Op-Qualität

Welche Klinik liefert in einer bestimmten Op-Indikation besonders gute Leistungen ab? Für Brustkrebs-, Hüft- oder Kniegelenks-Op lässt sich das im Suchportal Weisse Liste jetzt recherchieren.

Veröffentlicht:

Gütersloh. Das Kliniksuchportal „Weisse Liste“ wartet erstmals mit Qualitätseinschätzungen auf: Zu drei besonders häufig nachgefragten elektiven Op-Indikationen – Brustkrebs, Knie- und Hüftgelenkersatz – können Interessierte jetzt in Erfahrung bringen, welche stationären Anbieter dafür als „gesichert empfehlenswert“ einzustufen sind. Das teilte die Bertelsmann Stiftung am Donnerstag mit; die Stiftung ist Alleingesellschafterin der Weisse Liste gGmbH.

Die Behandlungsqualität wird den Angaben zufolge in drei Kategorien eingestuft – von unter- bis überdurchschnittlich. Gekennzeichnet werde das in der Portalsuche mit einem bis drei Sternen. Womit bestimmte Häuser zugleich – indikationsbezogen – auch als ungenügend zu identifizieren sind. Suchergebnisse ließen sich sowohl bundesweit, als auch länder- oder regionalspezifisch abrufen, heißt es.

Das in Kooperation mit der Uni Bayreuth entwickelte Bewertungssystem basiere auf zusammengefassten Messergebnissen („Composite Measure“), erläutert die Stiftung. Als Datenquelle zur Berechnung dieser Kennzahl dienten vor allem die Qualitätsberichte der Krankenhäuser, Patientenbefragungen der Weissen Liste und der Krankenkassen AOK und KKH sowie Zentrumszertifizierungen medizinischer Fachgesellschaften.

Die Klinikbewertung anhand einer „wissenschaftlich fundierten, zusammenfassenden Qualitätskennzahl“ stelle für Deutschland ein Novum dar, betont die Bertelsmann Stiftung. Eine Sprecherin sagte auf Nachfrage, dass derzeit nicht daran gearbeitet werde, das System um weitere Op-Indikationen zu ergänzen. Das sei zwar vorstellbar, aktuell jedoch nicht geplant. Man wolle zunächst einmal demonstrieren, das und wie die Sache funktioniert. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Atypische Stirnfalten: Wo kommen sie her?

Tipps von KI-Expertin

So hilft Künstliche Intelligenz den MFA im Praxisalltag

Lesetipps
Eine Puppe liegt dreckig auf dem Boden.

© fotogeng / stock.adobe.com

Dissoziation

Umgang mit Trauma und PTBS: Was kann die Hausarztpraxis leisten?

Wenn das Bindegewebe im Becken an Spannung verliert oder geschädigt wird, droht ein Descensus genitalis. Wichtig sind Aufklärung und Beratung der betroffenen Frauen.

© H_Ko / Stock.adobe.com

Genitalsenkung

Descensus genitalis: Aktualisierte Empfehlungen auf S3-Niveau