Ärzte Zeitung, 22.03.2012

Milch begünstigt Akne

BERGAMO (St). Familiäre Veranlagung, erhöhtes Körpergewicht und ungünstige Ernährung könnten Akne bei Jugendlichen begünstigen, ergab eine Fall-Kontroll-Studie.

Milch begünstigt Akne

Wer reine Haut bekommen möchte, sollte wohl lieber keine Milch trinken.

© reka100 / fotolia.com

Italienische Forscher befragten dafür 205 Patienten zwischen 10 und 24 Jahren mit mittelschwerer oder schwerer Akne und als Kontrollgruppe 358 Patienten mit leichter oder ohne Akne (JAAD 2012, online first 3. März 2012).

Ergebnis: Genetische Faktoren spielen die Hauptrolle: Am stärksten erhöht - um das Dreieinhalbfache - war das Risiko für eine mittelschwere oder schwere Akne, wenn Familienangehörige ersten Grades ebenfalls erkrankt waren.

Aber auch bei der Ernährung zeigten sich Auffälligkeiten: Um fast das Doppelte höher war das Aknerisiko, wenn die Jugendlichen pro Woche mehr als drei Portionen Milch, besonders Magermilch, tranken.

Fisch schützt

Ebenfalls fast verdoppelt war die Wahrscheinlichkeit bei einem BMI über 18,5 kg / m2 im Vergleich zu einem BMI unter diesem Wert. Besonders negativ wirkte sich ein erhöhtes Gewicht bei den Jungen aus. Regelmäßiger Verzehr von Fisch bot einen gewissen Schutz.

Anders als in früheren Studien begünstigte Rauchen die Dermatose nicht. Für Lebensmittel wie Käse, Joghurt, Brot, Nudeln, Früchte, Gemüse, Fleisch und Wurst ließ sich kein Effekt nachweisen, selbst die viel diskutierten Süßigkeiten, Kuchen und Schokolade ließen die Pickel nicht stärker sprießen.

Quelle: www.springermedizin.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Europäische Impfwoche - Same procedure as last year!

Heute starten die Europäischen Impfwochen. Am Beispiel Masern werden beträchtliche Defizite in Deutschland deutlich - und dass es seit Jahren kaum Fortschritte gibt. mehr »

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen und Opposition weht scharfer Gegenwind. mehr »