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KOMMENTAR

Auf Langzeitdaten kommt es an

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Können Infusionen mit blutbildenden Stammzellen tatsächlich geschädigte Gefäße und Herzen reparieren? Noch läßt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten, obwohl es dazu mehrere klinische Studien gibt. In diesen ließen sich durch Infusionen mit autologen, im Labor vermehrten Stammzellen, die Schäden nach einem Herzinfarkt mildern, die Auswurffleistung bei Patienten mit chronischer KHK oder schwerer Angina pectoris steigern und Beinamputationen bei pAVK verhindern.

Und jetzt haben Kardiologen in Mannheim auch Daten vorgelegt, nach denen Abkömmlinge von Stammzellen, sogenannte Progenitorzellen, einer Herzinsuffizienz nach einem Herzinfarkt vorbeugen: Die linksventrikulärer Auswurffraktion ließ sich mit der Therapie deutlich steigern.

Die meisten der Studien haben jedoch einen Haken: Die Patienten wurden nur vier bis sechs Monate beobachtet. Vor kurzem wurden nun Langzeitdaten der ersten Studie mit Stammzellen bei Herzinfarktpatienten veröffentlicht. Nach sechs Monaten war die Auswurffraktion mit der Therapie deutlich besser als mit Placebo, nach 18 Monaten war sie aber wieder gleich groß. Von Erfolgen mit Stammzellen sollte man also erst sprechen, wenn die Therapie langfristig wirkt.

Lesen Sie dazu auch: Mehr Pumpkraft nach Infarkt durch Stammzellen

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