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Mehr Pumpkraft nach Infarkt durch Stammzellen

MANNHEIM (Rö). Kardiologen melden Erfolg mit aus Knochenmark gewonnenen Vorläuferzellen. Bei Herzinfarkt-Patienten läßt sich damit die linksventrikuläre Funktion bessern. So kann eventuell der Entwicklung einer Herzinsuffizienz vorgebeugt werden.

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Die Erfolge mit Progenitor-Zellen wurden in der REPAIR-AMI-Studie erzielt. Das Akronym steht für Re-Infusion of Enriches Progenitor Cells And Infarct Remodeling in Acute Myocardial Infarction. Die Ergebnisse dieser doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie hat Professor Volker Schächinger von der Universitätsklinik Frankfurt am Main jetzt beim Kardiologenkongreß in Mannheim vorgestellt.

In der Studie hatten 204 Herzinfarkt-Patienten nach Zufallsauswahl Knochenmark-Progenitor-Zellen oder ein entsprechendes Placebo intrakoronar infundiert bekommen. Dazu wurde vorher bei allen Patienten am 3. bis 6. Tag nach dem Infarkt 50 ml Knochenmark in lokaler Anästhesie entnommen und in einem Zellabor aufbereitet. Ein Tag später wurde das Präparat oder das Placebo infundiert.

Vier Monate danach gab es bei den linksventrikulären Auswurffraktionen - dem primären Studienendpunkt - signifikante Unterschiede. Bei den Patienten mit Stammzelltherapie war die Auswurffraktion von 48 Prozent auf 54 Prozent gestiegen, bei denen, die Placebo erhalten hatten, signifikant weniger von 47 Prozent auf 50 Prozent.

Erste Analysen von Untergruppen belegen, daß der Nutzen der infundierten Zellen bei den Patienten am größten ist, die einen besonders großen Infarkt haben. Und daß die Patienten am meistem profitieren, denen die Zellen ab dem 6. Tag infundiert wurden. Eine Ein-Jahres-Bobachtung soll Klarheit bringen, ob der Effekt anhält, so Schächinger. Und in einer größeren Studie soll die Auswirkung der Therapie auf klinische Endpunkte überprüft werden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Auf Langzeitdaten kommt es an

Weitere Berichte vom Kardiologenkongreß in Mannheim finden Sie hier >>>

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