Ärzte Zeitung, 04.08.2009

Gegen Pertussis soll nun breiter geimpft werden

BERLIN(hub). Alle Beschäftigten im Gesundheitswesensollen gegen Pertussis geimpft werden. So lautet eine der neuen Impfempfehlungen der STIKO.

Bisher galt die Impfempfehlung gegen Keuchhusten nur für Personal in Einrichtungen der Pädiatrie, Geburtshilfe und Schwangerenbetreuung. Mit den neuen Empfehlungen soll jetzt das gesamte Personal im Gesundheitsdienst die Impfung erhalten (Epid Bull 31, 2009, 311). Damit soll ein besserer Schutz dieser Beschäftigtengruppe erreicht werden, deren Keuchhusten-Risiko fast zweimal höher ist als in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung. Zudem sollen ältere Patienten vor möglicher Übertragung der Bakterien durch das Personal geschützt werden.

Weiterhin wird jetzt allen Erwachsenen zu einer einmaligen Pertussis-Impfung geraten. Diese soll als Kombi-Impfung bei dernächsten fälligen Immunisierung gegen Tetanus und Diphtherieerfolgen. So solle die Krankheitslast bei Erwachsenen und indirekt bei ungeschützten Kontaktpersonen vermindert werden, so die STIKO. Als Impfstoffe kommen in Frage: Boostrix®, Boostrix® Polio,Covaxis® und Repevax®.

Lesen Sie auch:
Pertussis-Booster für junge Erwachsene
Pertussis-Booster ist kein großer Wurf

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »