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Mit Kyphoplastie gute Schmerzlinderung

Die Hinweise mehren sich, dass die Kyphoplastie Schmerzen und Lebensqualität von Patienten mit osteoporotischen Wirbelfrakturen rasch und anhaltend bessert. Der Dachverband Osteologie warnt in seinem aktuellen Leitlinienentwurf jedoch vor einem unkritischen Einsatz der Methode.

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Kyphoplastie: Ein Ballonkatheter wird in den Wirbelkörper gebracht und aufgeblasen; der Hohlraum wird mit Zement gefüllt.

Kyphoplastie: Ein Ballonkatheter wird in den Wirbelkörper gebracht und aufgeblasen; der Hohlraum wird mit Zement gefüllt.

© Foto: Kyphon

Bei der Kyphoplastie wird der deformierte Wirbelkörper mit Hilfe eines Ballonkatheters, der in den gebrochenen Wirbel eingebracht wird, zunächst aufgedehnt. Danach wird der Hohlraum über Hohlnadeln mit Zement aufgefüllt. In einer aktuellen Studie zeigten sich mit der Methode kurzfristig sowie auch über ein Jahr signifikante Vorteile in der Schmerzreduktion (Lancet 373, 2009, 1016). Auch die Lebensqualität besserte sich mit der Op stärker. An der Studie, an der auch die Klinik für Unfallchirurgie der MHH beteiligt war, nahmen 300 Patienten teil. Sie wurden entweder nur konservativ behandelt mit Schmerztherapie, Osteoporosetherapie und Krankengymnastik, oder zusätzlich mit Kyphoplastie.

Auch zwei Metaanalysen haben nach Angaben von Professor Christian Krettek von der MHH und seinem Team ergeben, dass die Kyphoplastie der konservativen Therapie in Bezug auf Schmerzreduktion und Lebensqualität bei Wirbelfrakturen überlegen ist (Orthopädie & Rheuma 5, 2009, 44).

Professor Johannes Pfeilschifter, Koordinator des DVO-Leitlinienentwurfs, rät dennoch zur Vorsicht: Die Indikation für eine Zementeinbringung bei Wirbelbrüchen sei wegen fehlender Daten zur Langzeitsicherheit und noch vieler offener Fragen zur Wirksamkeit nur dann zu stellen, wenn sich die Schmerzen durch eine multimodale Therapie nicht ausreichend lindern lassen. Ein Nutzen der Kyphoplastie sei nur für die akute Schmerzlinderung belegt, und nicht für andere Wirkungen wie eine Aufrichtung des Wirbelkörpers. (ikr)

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