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Plädoyer für duale Cholesterintherapie bei Risikopatienten

HAMBURG (nie). "Die duale Cholesterinhemmung ist effektiver als eine Monotherapie. Sie kann bei vielen Risikopatienten mit erhöhten Cholesterinwerten schwere Erkrankungen an Gefäßen und am Herzen verhindern". Das hat Professor Wilhelm Krone aus Köln bei einer Veranstaltung in Hamburg betont.

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Auf der Veranstaltung von MSD haben Fachärzte sowie die DGFF Lipid-Liga e.V. außerdem an Ärzte und Patienten appelliert, sich aktiv um Vorbeugung und rechtzeitige Früherkennung eines erhöhtem Cholesterinspiegels zu bemühen, der maßgeblich zum Auftreten von Herzinfarkten und Schlaganfällen beiträgt.

Bei Hochrisikopatienten - Personen zum Beispiel, die gleichzeitig Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 haben - kann eine Umstellung der Ernährung den Cholesterinspiegel kaum noch senken. Studien zufolge beträgt die Senkung damit weniger als fünf Prozent.

"Auch Sport hat so gut wie keinen Einfluß", sagte Krone. Bei Hochrisikopatienten könnte der LDL-Wert meist nur noch mit Medikamenten unter den empfohlenen LDL-Zielwert von 100 mg/dl gedrückt und dort gehalten werden.

    "Jeder Patient sollte einmal seine Cholesterin-Werte messen lassen."
   

Die Kombination eines Statins zur Senkung der Cholesterin-Bildung in der Leber mit einem Cholesterinresorptionshemmer - zum Beispiel Simvastatin plus Ezetimib (Inegy®) - sei ideal, dieses Ziel zu erreichen.

Zur Verhinderung von koronaren Herzerkrankungen seien auch die Prävention und Früherkennung von erhöhten Cholesterinwerten sowie von ersten Anzeichen einer Arteriosklerose von zentraler Bedeutung, sagte Dr. Frank Sonntag, niedergelassener Kardiologe im schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg. "Deshalb sollte jeder einmal im Leben seine Cholesterinwerte messen lassen" empfahl auch die Geschäftsführerin der DGFF Lipid-Liga e.V., Dr. Heike Kantner.

Nach Ansicht von Sonntag sollten Hausärzte daher bereits beim ersten Check-up bei jedem Patienten nach familiären Vorbelastungen und Rauchgewohnheiten fragen sowie Blutzucker, Blutdruck und zumindest den Gesamtcholesterinwert messen. Daraus wird dann das kardiovaskuläre Gesamtrisiko berechnet.

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