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Kurz notiert

Drei Symptome sind zur Früherkennung wichtig

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Schwere Schmerzen in den Beinen, die Kinder am Stehen oder Laufen hindern, kalte Hände und Füße bei sonst erhöhter Temperatur und sehr blasse Haut bei blau oder dunkel gefärbtem Lippen-Umfeld - diese Symptome kamen in einer britischen Studie bei 72 Prozent von 448 Kindern und Jugendlichen mit Meningokokken-Meningitis in den ersten 8 Stunden der Krankheit vor (Lancet 367, 2006, 397).

Meningokokken B: Schutz noch nicht in Sicht

Ein Meningokokken-B-Impfstoff ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Problematisch bei der Entwicklung sei, dass die bislang vorgesehenen Impfantigene Eiweißstrukturen im menschlichen Gehirn sehr ähnlich sind, sagte kürzlich Dr. Ursula Lindlbauer- Eisenach von der Ständigen Impfkommission. Es müsse daher geprüft werden, ob Autoimmunreaktionen bei einem solchen Impfstoff auszuschließen seien.

Vielversprechende Impfraten im Odenwald

Im Neckar-Odenwaldkreis waren 2007 schon 41 Prozent der Schulanfänger gegen Meningokokken C geimpft. Der Spitzenwert wurde durch eine Kooperation des Kreises mit dem örtlichen Gesundheitsamt und der AOK erreicht. Nach einem Todesfall und einer weiteren Erkrankung im Jahr 2006 hatte es in der Bevölkerung eine breite Informationskampagne zur Impfung bei Kindern und Jugendlichen gegeben.

Nachholbedarf bei Schutz gegen Meningokokken C

In Baden-Württemberg sind bisher nur etwa 11 Prozent aller Schulanfänger gegen Meningokokken C geimpft. Das hat eine Analyse des Landesgesundheitsamts ergeben (Ärzteblatt Baden-Württemberg 1, 2008, 20).

Lesen Sie dazu auch: Weisen Sie Ihre Patienten auf Meningokokken-Schutz hin! Immer noch stirbt jeder zehnte Patient mit invasiver Meningokokken-Infektion Bakterielle Meningitis - Bei Verdacht Antibiotika! Hausärzte müssen Impflücken schließen Reise-Impfung gegen Meningokokken "In den Niederlanden gibt's die Keime nicht mehr" Kontaktpersonen wird Antibiose empfohlen

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