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Exemestan scheint günstigen Einfluß auf das Skelett zu haben

FREIBURG (awa). Anti-Aromatase-Wirkstoffe hemmen die periphere Aromataseaktivität und damit bei Frauen in der Postmenopausale nahezu die gesamte Östrogensynthese. Dieser für die Behandlung beim Mamma-Ca erwünschte Effekt erhöht jedoch das Osteoporoserisiko. Der steroidale Aromatase-Inaktivator Exemestan scheint hingegen sogar einen günstigen Einfluß auf das Skelett zu haben.

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"Es ist zwar noch zu früh, von einer Osteo-protektion bei der Behandlung mit Exemestan zu sprechen, aber alle bisherigen Daten zeigen mindestens ein neutrales Profil in Bezug auf Osteoporose und Frakturrate", sagte Professor Peyman Hadji aus Marburg auf dem Senologie-Kongreß in Freiburg. Daß Exemestan (Aromasin®) im Unterschied zu den nicht-steroidalen Aromatasehemmern die Knochenneubildung anregt, habe eine Studie mit 77 gesunden postmenopausalen Frauen ergeben.

Die Frauen erhielten 24 Wochen lang täglich 25 mg Exemestan, 1 mg Anastrozol, 2,5 mg Letrozol oder Placebo. In allen drei Verum-Gruppen stieg im Serum der Wert für CTX-1, einem Marker für den Knochenabbau. In der Exemestan-Gruppe stieg im Gegensatz zu den anderen Gruppen auch der Marker für den Knochenaufbau, P1NP, ähnlich stark an.

In einer weiteren Studie wurde der Einfluß einer adjuvanten Therapie mit Exemestan auf die Knochendichte untersucht. 140 postmenopausale Brustkrebs-Patientinnen mit niedrigem Rezidivrisiko erhielten zwei Jahre lang täglich Exemestan oder Placebo. Im Verlauf der Behandlung habe sich die Knochendichte an der Wirbelsäule und am Schenkelhals in beiden Studiengruppen nicht wesentlich unterschieden, sagte Hadji auf einer Veranstaltung von Pfizer.

Auch in der großen adjuvanten Therapiestudie IES-031(Intergroup Exemestan Study), die kürzlich in NEJM (350, 2004, 108) veröffentlicht wurde (wir berichteten), stieg laut Hadji die Osteoporose-Inzidenz mit Exemestan nur leicht. 4242 postmenopausale Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium erhielten entweder fünf Jahre lang das Anti-Östrogen Tamoxifen oder wurden nach zwei bis drei Jahren von Tamoxifen für zwei bis drei Jahre auf Exemestan umgestellt.

Mit der sequenziellen Therapie war die krankheitsfreie Überlebensrate signifikant höher. Die Subanalyse zur Knochendichte nach einer mittleren Beobachtungszeit von 31 Monaten habe keinen signifikanten Unterschied der Osteoporose-Inzidenz und der Frakturrate in beiden Therapiegruppen ergeben.

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