Freiburger Ärzte haben Doping von Radprofis aktiv unterstützt

BONN/FREIBURG (eb). Radprofi Erik Zabel und T-Mobile-Sportdirektor Rolf Aldag haben gestern zugegeben, gedopt zu haben. Die Uniklinik Freiburg hat sich unterdessen nach dem Dopinggeständnis von zwei Sportmedizinern getrennt.

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Welche Folgen diese Geständnisse für die beteiligten Radfahrer und die Ärzte haben werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Möglich sind berufsrechtliche Konsequenzen und Suspendierungen. Die Uni Freiburg hat sich von den Sportmedizinern Dr. Andreas Schmid und Dr. Lothar Heinrich bereits fristlos getrennt. Die beiden Ärzte haben zugegeben, EPO"auf Anforderung" an Sportler geliefert zu haben. Zudem setzt die Hochschule die Betreuung von etwa 1500 Spitzensportlern vorerst aus.

Der Leiter des Zentrums für Präventive Dopingforschung, Dr. Hans Geyer, bemängelt in einem Gespräch mit der "Ärzte Zeitung", dass die Dopingkontrollen nicht ausreichen, um Dopingsünder zu überführen. Er forderte, unangekündigte Tests während der Trainingsphasen zu machen und nicht nur bei Rennen. Nur so lasse sich EPO-Doping nachweisen.

Tests während des Trainings seien im Radsport immer unüblich. Darüber hinaus seien Blutproben nötig, um künstliche Hämoglobine, Wachstumshormon oder ACTH-Analoga nachzuweisen. Doch Bluttests seien im Radsport eher die Ausnahme.

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