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Kommentar

Lasst euch gegen Influenza impfen!

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Gesundheitsprofis sind schlechte Vorbilder: Bei medizinischem Personal liegt die Impfrate gegen Influenza knapp oberhalb von 20 Prozent. Das ist absolut unverständlich. Denn die Impfung hat zwei Vorteile, für Impfling und Patienten: Der Geimpfte ist vor Erkrankung geschützt und er kann die Viren nicht verbreiten. Gerade deshalb wird dieser Berufsgruppe die Impfung empfohlen.

Daher sind alle Initiativen zu begrüßen, die darauf zielen, die Impfrate bei medizinischem Personal noch oben zu treiben. Anstecker wie "Grippe geimpft - keine Infektionsquelle" oder die Pflicht zur Nutzung von Schutzmasken während einer GrippeEpidemie tragen dazu bei. Doch bei vielen bringt die Freiwilligkeit nichts, sie bleiben ungeimpft.

Daher sollte auch in Deutschland über Möglichkeiten sanften Drucks nachgedacht werden. Sind Ge- und Verbote doch gelernter Standard in unserer Gesellschaft. Und wer sich schon nicht zum Eigenschutz durch Grippeimpfung motivieren lässt, sollte zumindest keine Gefährdung für seine Patienten darstellen.

Dabei geht es nicht um Berufsverbote, wie immer erwidert wird. Eine Krankenschwester, die sich nicht impfen lassen will, soll Krankenschwester bleiben. Aber eben nicht auf der Intensivstation oder in einer onkologischen Klinik. Diese Patienten sind besonders infektionsgefährdet. Daher muss hier jeder Mitarbeiter geimpft sein.

Lesen Sie dazu auch: Wie steigt die Grippe-Impfrate bei medizinischem Personal?

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