Pro Jahr: Mehr als 300 000 Frakturen durch Osteoporose

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NEU-ISENBURG (eb). Jedes Jahr sterben allein in Deutschland mindestens ebenso viele Betroffene in Folge einer Osteoporose-bedingten Hüftfraktur wie Frauen an Brustkrebs. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BvF) zum heutigen Welt-Osteoporose-Tag hin. Unter den zehn Krankheiten, gegen die laut WHO am dringlichsten vorzugehen ist, werde wohl die Osteoporose am meisten unterschätzt, so der BvF.

Der Verband weist auf aktuelle Zahlen zu Osteoporose hin: So ergaben Hochrechnungen, dass 7,8 Millionen Menschen in Deutschland Osteoporose haben - überwiegend Frauen. Außerdem: Auf der Basis von Abrechnungen einer gesetzlichen Krankenversicherung, Daten des Zentralinstitutes für die Kassenärztliche Versorgung und Zahlen des Medizinischen Dienstes ergaben Hochrechnungen aus dem Jahre 2003, dass 333 000 Osteoporose-Patienten eine Fraktur erlitten. Bei knapp 150 000 Betroffenen kam es zu hüftgelenknahen Brüchen, 42 000 waren Handgelenk- und rund 41 000 Wirbelfrakturen.

Nach statistischen Erhebungen von 2003 wurden 5,4 Milliarden Euro von den Kranken- und Pflegekassen für Osteoporose ausgegeben. Davon entfielen allein 56 Prozent für stationäre Therapien. Das bedeutet: Für Patienten mit Frakturen müssen pro Jahr rund 10 000 Euro aufgebracht werden, während eine Osteoporosebehandlung ohne Knochenbrüche etwa 280 Euro jährlich kostet.

Lesen Sie dazu auch: Osteoporose ist keine Frage des Alters Neue Osteoporose-Leitlinie berücksichtigt mehr Risiken für Frakturen Telefonberatung zum heutigen Osteoporose-Tag

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