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Schwere Grippeerkrankungen für Saison 2008 / 2009 erwartet

FRANKFURT AM MAIN (ner). Im Unterschied zur vergangenen Influenza-Saison erwarten Experten 2008/2009 vermehrt schwere Grippe-Erkrankungen. Es haben sich gleich mehrere Virenstämme geändert. Die WHO gab die ungewöhnliche Empfehlung, in den trivalenten Impfstoffen gleich alle drei Virenstämme auszutauschen.

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Ein Pieks schützt vor Influenza.

Ein Pieks schützt vor Influenza.

© Foto: Klaro

Vermehrt schwere Erkrankungen wird es vermutlich wegen eines Influenza A (H3N1)-Virusstammes geben. Dieser hatte 2007/2008 in den USA zu einer ausgeprägten Erkrankungswelle geführt. Erfahrungsgemäß breiteten sich Antigen-Drift-Varianten des H3-Subtyps schnell aus, sagte der Virologe Professor Peter Wutzler aus Jena. H1N1- und B-Stämme führen dagegen eher zu milden Erkrankungen.

Deshalb sei die Grippe-Saison 2007/2008 in Deutschland schwach verlaufen - mit etwa 4500 Krankenhauseinweisungen und wenigen Todesfällen, so Wutzler bei einer Veranstaltung von Novartis Behring in Frankfurt am Main. Der aktuelle Impfstoff enthält Antigene eines H3/N2-, eines H1N1- und eines Influenza-B-Stamms.

Wutzler bedauerte die im Vergleich zu 2005/2006 rückläufigen Impfraten für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) benannten Personengruppen. Häufig unterschätzt würde die Belastung der Kinder, unter denen am häufigsten Grippe-Erkrankungen aufträten und die entscheidend zur Ausbreitung der Infektion beitrügen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie chronisch Kranke. Wutzler sprach sich für eine Impfung ab dem 50. Lebensjahr aus, weil bereits ab diesem Alter die Morbiditätsraten deutlich stiegen.

Bis zu einem Drittel der 50- bis 64-Jährigen sei chronisch krank, was das Risiko für eine Grippe-Erkrankung erhöht. 70 bis 90 Prozent der Influenza-Fälle in dieser Altersgruppe könnten verhindert werden, wenn die Impfstämme gut mit den zirkulierenden Viren übereinstimmen.

Impfstoff-Engpässe werden nicht erwartet. Bereits Ende August hat das Paul-Ehrlich-Institut 13,2 Millionen Impf-Dosen freigegeben.

Fragen zu Impfungen? Nutzen Sie unsere Hotline Impfen! Lesen Sie zum Thema Grippe-Impfung auch: Alte Menschen sollten zur Grippe-Impfung motiviert werden Impfung nützt jungen Asthmatikern Grippe-Impfung schützt Lunge, Herz und Hirn Impfung gegen Influenza halbiert Sterberate bei über 65-Jährigen

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