Kommentar

Tod durch Allergie: Das ist vermeidbar!

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Atem- oder Herzstillstand sind bei Patienten mit Allergien keine Rarität. In Deutschland sind epidemiologischen Studien zufolge 0,8 bis fünf Prozent der Bevölkerung von Bienen- oder Wespengift-Anaphylaxie betroffen. Anaphylaktische Reaktionen auf Nahrungsmittel treten bei zwei bis drei Prozent auf. Eine weitere traurige Erkenntnis: Bei jedem dritten Patienten ist mit wiederholten Ereignissen dieser Art zu rechnen, hat jetzt eine Schweizer Studie ergeben. Sie bestätigt eine aktuelle Auswertung des in Berlin ansässigen Anaphylaxie-Registers.

Allergologen appellieren daher nun verschärft an alle Kollegen, sich über die Akuttherapie bei Anaphylaxie auf dem laufenden zu halten und betroffene Patienten über das richtige Vorgehen in Notsituationen zu schulen.

Für Patienten mit Insektengiftallergie gibt es noch eine weitere effektive Maßnahme: die spezifische Immuntherapie (SIT) zur Desensibilisierung. 80 bis 100 Prozent der Patienten tolerieren nach einer solchen Behandlung einen Stich mit dem entsprechenden Insekt reaktionslos. Besonders bei Kindern ist ein langanhaltender Schutz belegt. Dennoch sollten auch SIT-Patienten in der relevanten Jahreszeit ein Notfall-Set bei sich tragen. Siehe Bericht Seite 3

Lesen Sie dazu auch: Anaphylaxie-Patienten brauchen Adrenalininjektor Schwere Anaphylaxie nach Wespenstich ist häufig keine Eintagsfliege Bei jedem vierten Anaphylaxie-Patienten lautet die Devise: Adrenalin intramuskulär

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