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TSH-Kontrolle schon in der Frühschwangerschaft!

Eine Hypothyreose während der Schwangerschaft gefährdet Mutter und Kind. Es gilt daher, den TSH-Wert frühzeitig in Schach zu halten.

WIESBADEN (ikr). Durch eine Hypothyreose während der Schwangerschaft kann es zu Komplikationen wie Spontanaborten, Schwangerschaftshypertonie, vorzeitiger Plazentaablösung und postpartalen Blutungen kommen. Die Kinder der betroffenen Mütter kommen häufig mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht zur Welt, und die perinatale Sterberate ist erhöht. Darauf hat Professor Heide Siggelkow aus Göttingen beim Praxis Update in Wiesbaden hingewiesen. Schilddrüsenwerte sollten nach der Konzeption und dann alle vier bis acht Wochen kontrolliert werden, empfahl die Endokrinologin. Und das TSH sollte entsprechend eingestellt sein. Optimal seien Werte zwischen 1,5 und 2,5 mlU/l.

© binagel / fotolia.com

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Der Bedarf an einer Dosiserhöhung des Schilddrüsenhormons ist nach der aktuellen Datenlage offenbar abhängig von der Ursache der Hypothyreose. Häufig ist nach Angaben von Siggelkow bereits im ersten Trimester eine Dosiserhöhung um etwa 30 Prozent erforderlich. In einer retrospektiven US-Studie war im Mittel eine Dosisanpassung des Schilddrüsenhormons von 13 Prozent im ersten Trimester, von 26 Prozent im zweiten Trimester und von 26 Prozent im dritten Trimester erforderlich (Thyroid 19, 2009, 269). Die Dosiserhöhung hing jedoch von der Ursache der Hypothyreose ab. So wurde die Dosis bei primärer Hypothyreose um 11, 16 und 16 Prozent gesteigert, nach behandeltem Morbus Basedow oder nach Struma-Therapie lag die Dosiserhöhung hingegen bei 27, 51 und 45 Prozent.

Auch in einer italienischen Studie waren unterschiedliche Dosisanpassungen von L-Thyroxin je nach der Ursache der Hypothyreose erforderlich (Clin Endocrinol 70, 2009, 798). In dieser Studie war bei der subklinischen Hypothyreose eine Dosiserhöhung von 70 Prozent während der Schwangerschaft erforderlich, wie die Göttinger Expertin berichtet hat.

Praxis Update 2010

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