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Zellverjüngung noch nichts für die Therapie

BERLIN (ple). Experimentell durch Verjüngung entstandene Stammzellen sind noch lange nicht das Wundermittel für die Gewebeersatztherapie, das sich viele derzeit erhoffen.

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Nach Ansicht von Professor Walter Birchmeier vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin stehen die Stammzellforscher erst ganz am Anfang "eines umfassenden Verständnisses der Biologie von Stammzellen".

Wenn es um die Reprogrammierung von adulten Zellen - etwa von Fibroblasten der Haut - geht, ist die Gefahr der Krebsentstehung um so größer, je mehr zelluläre Faktoren von außen für die Verjüngung der Zellen hinzugefügt werden müssen, wie bei der Tagung "Stem Cells in Development and Disease" in Berlin deutlich wurde.

Professor Hans R. Schöler vom Max-Planck-Institut in Münster hat mit seinen Kollegen einen Weg gefunden, dieses Risiko zu verringern. Ihnen gelang es, mit nur einem Zellfaktor neuronale Stammzellen so zu verjüngen, dass sie sich in andere Zelltypen verwandeln ließen.

Erster Schritt auf dem Weg zur Verjüngung adulter Zellen

Nach Ansicht von Schöler sind zudem erste Erfahrungen mit der Reprogrammierung von Keimbahn-Stammzellen ein erster Schritt auf dem Weg zur Verjüngung adulter Zellen mit einem viel geringeren Aufwand als bisher - und zwar nur durch definierte Zuchtbedingungen.

Schöler nutzte dazu Keimbahn-Stammzellen aus Hoden von Mäusen. Solche Zellen entwickeln sich normalerweise nur zu Spermien. Doch Schöler und seinen Kollegen ist es inzwischen gelungen, solche Stammzellen zu reprogrammieren und dann in Herz- und Nervenzellen zu verwandeln.

Lesen Sie dazu auch: "Die Gewebetherapie bleibt ein Fernziel" Arzneimittel-Suche mit Gewebe aus verjüngten Zellen

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