Direkt zum Inhaltsbereich

Impfangebot

Vertragsärzte in Hessen erhalten vorgezogene Corona-Impfung

In Hessen können sich niedergelassene Ärzte zeitnah gegen COVID-19 impfen lassen. Die Landesregierung ermöglicht dies an zwei Wochenenden. Zum Einsatz kommt ein bestimmter Corona-Impfstoff.

Christoph BarkewitzVon Christoph Barkewitz Veröffentlicht:
An den kommenden beiden Wochenenden sind die 28 Impfzentren in Hessen wie hier in der Frankfurter Festhalle auch für die niedergelassenen Ärzte und deren Personal offen.

An den kommenden beiden Wochenenden sind die 28 Impfzentren in Hessen wie hier in der Frankfurter Festhalle auch für die niedergelassenen Ärzte und deren Personal offen.

© Bernd Kammerer/dpa

Wiesbaden. Die bislang noch von den Corona-Schutzimpfungen ausgenommen niedergelassenen Ärzte in Hessen können sich an den beiden kommenden Wochenenden (27./28. Februar und 6./7. März) gegen SARS-CoV-2 impfen lassen.

Wie Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Montag mitteilten, soll dies in den 28 Impfzentren des Landes erfolgen; zum Einsatz komme das Vakzin von AstraZeneca.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Datawrapper Um mit Inhalten aus Datawrapper zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Damit entspricht die Landesregierung zwar nicht der Forderung beispielsweise der Landesärztekammer nach einer Hochstufung der Niedergelassenen in die höchste Prioritätsklasse. Aber durch die STIKO-Empfehlung des AstraZeneca-Impfstoffs lediglich für 18-64-Jährige steht Impfstoff auch für untere Prioritätsstufen zur Verfügung.

80.000 Menschen könnten von dem jetzigen Angebot Gebrauch machen, heißt es aus den Ministerien– nach Absprache mit Kammer und Kassenärztlicher Vereinigung gelte dies zunächst für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinischem Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Truppenärzte der Bundeswehr, Hebammen, aber auch Personal der Blut- und Plasmaspendedienste, SARS-CoV-2-Testzentren, Hausnotrufanbieter, Justizvollzugsanstalten, forensischen Psychiatrie und stationären Suchtbehandlung.

KV und Kammer werben dafür, das Angebot anzunehmen

Bislang seien in Hessen 4500 Menschen mit AstraZeneca-Dosen geimpft worden, teilten die beiden Minister mit. Dabei habe es sich im wesentlichen um Klinikpersonal sowie Angehörige der Rettungsdienste gehandelt.

Meldungen, dass medizinisches Personal vielerorts Impfangebote mit dem AstraZeneca-Vakzin ablehnt, begegnete der KV-Vorsitzende Frank Dastych mit dem Hinweis, die KV teile die Einschätzung von Bund und Ländern, „dass es sich bei AstraZeneca um einen hochwirksamen Impfstoff handelt“. Das Angebot des Landes gebe den Praxen in Hessen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit den Menschen, für die sie tagtäglich da seien. Der Vorstand der KV nahm dies zum Anlass, eine Lanze für AZD1222 zu brechen und deren Mitglieder in einem Rundschreiben eindringlich zur Impfung aufzurufen. Dabei handele es sich keinesfalls um einen Impfstoff zweiter Klasse, er schütze „hochwirksam vor schwersten Krankheitsverläufen“. Es gebe keine Hinweise, dass er nicht gegen die in Deutschland relevanten Virustypen (Wildtyp und B.1.1.7) wirksam sei; die berichteten Impfreaktionen seien auch beim BioNTech-Vakzin zu beobachten. Vor Kurzem wäre man laut KV-Vorstand „noch mehr als froh gewesen, wenn wir einen Impfstoff mit einer Wirksamkeit zwischen 70 und 80 Prozent gehabt hätten“, kurz gesagt handele es sich um eine „Luxusdiskussion“.

Kammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski rief ebenfalls seine Kolleginnen und Kollegen auf, „dieses Angebot ganz aktiv zu nutzen“. Eine hohe Impfbereitschaft bei den medizinischen Berufen sei ein wichtiges Signal.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Weltweit 8.000 seltene Erkrankungen bekannt

Die Odyssee beenden: Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte

Lesetipps
Die erwachsene Tochter zeigt ihrer älteren Mutter, wie man Healthtech-Geräte wie eine Smartwatch mit mobiler App nutzt, um zu Hause Gesundheit, Herzfrequenz und Blutdruck zu überwachen.

© CandyRetriever / stock.adobe.com

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?