Digital Health

Nordrhein-Westfalen beliebter Standort für Gesundheit-Start-ups

In NRW gehen viele Unternehmen an den Start, die digitale Produkte und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich anbieten. Schwierig gestaltet sich für sie oft der Zugang zu Ärzten und zu Kliniken.

Veröffentlicht:

Bochum. Nordrhein-Westfalen ist offensichtlich ein attraktiver Standort für Gründerinnen und Gründer im Bereich Digital Health.

Im April dieses Jahres gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 120 Start-ups, verglichen mit 70 bis 80 im Jahr 2020. Das zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Health Care Living Lab aus Düsseldorf. Die beliebtesten Städte sind demnach Köln, Düsseldorf und Bielefeld.

Die Jungunternehmen bieten eine breite Palette an digitalen Produkten und Dienstleistungen an. „Es finden sich unter anderem Plattformansätze für verschiedene Zwecke von der Rekrutierung von Personal über Weiterbildungsangebote bis hin zu digitalen Gesundheitsanwendungen für Prävention oder Therapie“, sagte Professor Sebastian Merkel, Inhaber der Juniorprofessur für Gesundheit und E-Health an der RUB.

Ärztinnen und Ärzte wichtige Ansprechpartner

Laut der Untersuchung, die auf einer Online-Befragung, Interviews und der Auswertung von Datenbanken basiert, sind für die meisten Start-ups Patientinnen und Patienten die Haupt-Zielgruppe. Auch Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und anderen Gesundheitsberufen kommt eine große Bedeutung zu. Medizintechnik- oder pharmazeutische Unternehmen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Gründerinnen und Gründer finanziert sich aus privaten Mitteln beziehungsweise Eigenkapital. Wichtig sind auch Förderprogramme: 81 Prozent nehmen an solchen Programmen teil oder planen das.

Es fehlen Anlaufstellen

Attraktiv an NRW ist für viele Start-ups demnach die vielfältige Landschaft an Akteuren im Gesundheitswesen, zum Beispiel die hohe Dichte an Kliniken. Schwierig gestaltet sich für sie aber offenbar die Vernetzung mit den Akteuren und der Zugang zu Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und den Kostenträgern.

Den Marktzugang und die Finanzierung nennen die Unternehmen als größte Herausforderungen. Viele vermissen laut der Auswertung Anlaufstellen, an die sie sich bei konkreten Fragen und Anliegen wenden können. (iss)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus

Lesetipps
5 Blutproben in Röhrchen

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Chronische Erkrankungen

Diese fünf Biomarker weisen auf Multimorbidität hin