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Aktualisierte S3-Leitlinie

Neue Empfehlung zum Corona-Schutz in Schulen: Auf Einsatz von Luftreinigern verzichten

Wie lässt sich in Schulen die Corona-Übertragung vermeiden oder kontrollieren? Der Forschungsverbund COVerCHILD hat seine S3-Leitlinie aktualisiert – und mitunter neue Empfehlungen gegeben.

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Schule muss sein, sagt der Forschungsverbund COVerCHILD. Bei hohen Infektionszahlen empfiehlt er deshalb Tests statt Schließungen.

Schule muss sein, sagt der Forschungsverbund COVerCHILD. Bei hohen Infektionszahlen empfiehlt er deshalb Tests statt Schließungen.

© Oliver Berg / dpa

Hamburg. Ein verringertes Infektionsrisiko und ein sicherer und kontinuierlicher Schulbetrieb sind die Ziele der aktualisierten S3-Leitlinie „Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen“. Sie berücksichtigt unter anderem neue Erkenntnisse über SARS-CoV-2, die Infektiosität und Ausbreitungswege sowie die Wirksamkeit von Infektionsschutzmaßnahmen.

COVerCHILD-Netzwerksprecherin Prof. Ulrike Ravens-Sieberer, Forschungsdirektorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik des UKE, verwies auf die in Studien nachgewiesene Bedeutung des Schulbesuchs für Kinder und Jugendliche.

COVerCHILD-Leitlinie

Die erste Fassung stammte aus Februar 2021. Umgesetzt wurde die Aktualisierung vom Forschungsverbund COVerCHILD des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) unter Leitung des Hamburger UKE sowie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der LMU München und rund 20 weiteren Fachgesellschaften, Institutionen, Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden und Interessenvertretern.

„Wir haben Maßnahmen auf Grundlage aller aktuell verfügbaren Studien entwickelt, die auf einen sicheren und dauerhaft geöffneten Schulbetrieb abzielen", sagte Ravens-Sieberer.

Dabei seien neben gesundheitlichen Aspekten auch Kriterien zu gesundheitlicher Chancengleichheit, zu psychischen und sozialen Folgen und zu wirtschaftlichen Auswirkungen berücksichtigt worden. Neben aktualisierten Maßnahmen zu Kohortierung, Musik- und Sportunterricht, zum Infektionsschutz auf Schulwegen sowie zum Lüften von Unterrichtsräumen sind weitere Empfehlungen dazugekommen.

Weiterhin gilt: Regelmäßig lüften!

Die neue Empfehlung zur Teststrategie lautet: Bei hoher Risikolage kann erwogen werden, Schüler und Beschäftigte zweimal wöchentlich mit einem geeigneten Test auf SARS-CoV-2 zu testen; dabei sollte das Testen bevorzugt mit PCR-basierten Methoden erfolgen. Auf den Einsatz von Luftreinigern sollte verzichtet werden; in Ausnahmefällen könne aber der Einsatz mobiler Luftreiniger durch Fachpersonal erwogen werden. Ferner wird regelmäßiges, ausreichendes Lüften weiterhin empfohlen.

Neu gefasst ist die Empfehlung zu Verdachtsfällen: Unabhängig vom Infektionsstatus sollen Schüler mit Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, sondern mindestens einen symptomfreien Tag abwarten und dann erst zurückkehren. (di)

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