Science2Start

Innovationen überzeugen bei Wissenschaftswettbewerb

Medizinische Lösungen räumen als Preisträger bei dem Wissenschaftswettbewerb Science2Start ab.

Veröffentlicht: 26.07.2017, 12:18 Uhr

STUTTGART/REUTLINGEN. Das Tübinger Start-up Mireca Medicines ist als Sieger des diesjährigen Wettbewerbs Science2Start der süddeutschen BioRegio Stern hervorgegangen – ihm wird das größte wirtschaftliche Potenzial aller Bewerber zugeschrieben.

Firmengründer Professor François Paquet-Durand vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde des Uniklinikums Tübingen forscht an einem Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Formen erblicher, aber bislang unheilbarer Netzhauterkrankungen.

Das dem Start-up Mireca Medicines zugrundeliegende EU Konsortium Drugsford unter der Leitung von Paquet-Durand habe eine therapeutische Substanzformulierung gefunden, die die Blut-Retina-Schranke überwinden könne und die Überaktivierung eines zellulären Botenstoffes hemme

Dieser sei für das Absterben der Photorezeptoren im Auge verantwortlich. Damit könnte der Verlust des Augenlichts bei Patienten mit bestimmten Formen erblicher Netzhautdegeneration gestoppt werden.

Flexible Kältetherapie auf Platz Zwei

Den zweiten Platz des Wettbewerbs sicherten sich die Nachwuchswissenschaftler Britta Hagmeyer, Simon Werner, Gorden Link und Dr. Martin Stelzle vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Uni Tübingen für die Entwicklung der tragbaren thermoelektrischen Kühlbandage Mollicool.

Diese ermögliche eine unkomplizierte sofortige, langanhaltende und gleichmäßige Kältetherapie mit physiologisch optimal einstellbarer Temperatur.

Den dritten Platz belegt monikit – die "helfende Hand" für Menschen mit Epilepsie. Kevin Klett, Florian Lutz und Julian Hofmeister von der Neurologischen Uniklinik Tübingen haben das mobile Sensorsystem entwickelt, das vom Betroffenen als Brustpflaster oder als Armband getragen werden kann.

Es soll epileptische Anfälle im Alltag erkennen und relevante Informationen an Ärzte, Familien oder Freunde übermitteln, wie es heißt. (maw)

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