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Kräftemessen um Kodierrichtlinien

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Die Kodierrichtlinien sind für die KBV eines der wichtigsten Projekte. Sie sollen den Ärzten helfen, die Entwicklung des Behandlungsbedarfs nachzuweisen - Basis für zukünftige Honorarforderungen.

Um so wichtiger ist, dass die Ausgestaltung der neuen Regeln so gelingt, dass sich der Mehraufwand in Praxen in Grenzen hält. Die Angst bei vielen Hausärzten, die sich teilweise auch schon in Beschlüssen der KV-Vertreterversammlungen niedergeschlagen hat, ist durchaus verständlich, auch weil sich die Arbeit der Hausärzte oft nicht sofort in gesicherten Diagnosen abbilden lässt.

Entscheidend sind jetzt zwei Dinge: Die KBV muss aus den Erfahrungen der Pilotphase in Bayern die richtigen Schlüsse ziehen und nachbessern, wo es möglich ist. Und die Softwarehäuser müssen teilweise nachsitzen, um anwenderfreundliche Lösungen zu entwickeln. Die Akzeptanz der Richtlinien hängt bisher offenbar entscheidend davon ab, mit welcher Software Ärzte arbeiten.

Falls die Probleme nicht gelöst werden, wird es zu einem Kräftemessen um die Kodierrichtlinien zwischen Basis und KBV kommen. Ein Scheitern wäre nicht auszuschließen, mit Folgen für das Honorar.

Lesen Sie dazu auch: Bayerns Ärzte hadern mit den ambulanten Kodierrichtlinien Gemischte Erfahrungen beim Praxistest mit Kodierrichtlinien

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