Kommentar

Kräftemessen um Kodierrichtlinien

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Die Kodierrichtlinien sind für die KBV eines der wichtigsten Projekte. Sie sollen den Ärzten helfen, die Entwicklung des Behandlungsbedarfs nachzuweisen - Basis für zukünftige Honorarforderungen.

Um so wichtiger ist, dass die Ausgestaltung der neuen Regeln so gelingt, dass sich der Mehraufwand in Praxen in Grenzen hält. Die Angst bei vielen Hausärzten, die sich teilweise auch schon in Beschlüssen der KV-Vertreterversammlungen niedergeschlagen hat, ist durchaus verständlich, auch weil sich die Arbeit der Hausärzte oft nicht sofort in gesicherten Diagnosen abbilden lässt.

Entscheidend sind jetzt zwei Dinge: Die KBV muss aus den Erfahrungen der Pilotphase in Bayern die richtigen Schlüsse ziehen und nachbessern, wo es möglich ist. Und die Softwarehäuser müssen teilweise nachsitzen, um anwenderfreundliche Lösungen zu entwickeln. Die Akzeptanz der Richtlinien hängt bisher offenbar entscheidend davon ab, mit welcher Software Ärzte arbeiten.

Falls die Probleme nicht gelöst werden, wird es zu einem Kräftemessen um die Kodierrichtlinien zwischen Basis und KBV kommen. Ein Scheitern wäre nicht auszuschließen, mit Folgen für das Honorar.

Lesen Sie dazu auch: Bayerns Ärzte hadern mit den ambulanten Kodierrichtlinien Gemischte Erfahrungen beim Praxistest mit Kodierrichtlinien

Mehr zum Thema

Berufsgenossenschaft

20.000 Verdachtsfälle auf COVID-19 als Berufskrankheit

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Ein Mann erhält in einer Arztpraxis im brandenburgischen Senftenberg am Mittwoch eine Corona-Impfung mit dem Impstoff von AstraZeneca. Erste Arztpraxen in Brandenburg haben mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Impfverordnung

So ist das Corona-Impfen in den Arztpraxen geplant

Hilfe zur Selbsthilfe: Der richtige Umgang mit dem Adrenalin-Autoinjektor muss immer wieder trainiert werden.

S2k-Leitlinie aktualisiert

Anaphylaxie: Was in das Notfallset gehört

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas kündigt ein Corona-Begleitgremium an. Es soll an den Gesundheitsausschuss angedockt werden, aber Abgeordnete mehrerer weiterer Ausschüsse umfassen.

Infektionsschutzgesetz

Koalition erweitert Spielraum bei Corona-Schutzmaßnahmen