Kommentar

Latente Mammutaufgabe

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Kooperation ist eines der zentralen Zukunftsthemen im Gesundheitswesen. Die Kooperation von niedergelassenen Haus- und Fachärzten mit ihren Kollegen in den Kliniken und Vertretern anderer Gesundheitsberufe kann entscheidend dazu beitragen, die Patientenversorgung zu verbessern. Behandlungsbrüche und mangelhafte Abstimmung sind heute zumindest für einen Teil der Probleme verantwortlich.

Aber Kooperation ist leichter gesagt als getan. Das zeigt das Verhältnis von Fach- zu Hausärzten, die ihnen Patienten zuweisen. Hier hapert es oft, gerade die Hausärzte sind mit dem Verhalten der Spezialisten oft unzufrieden, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Die vielen dort von den Hausärzten geäußerten Kritikpunkte zeigen vor allem eins: Haus- und Fachärzte reden zu wenig miteinander. Dabei könnten sie mit dem kollegialen Austausch und dem Abstimmen weniger einfacher Regeln viele Ärgernisse aus dem Weg räumen. Aber es fehlen offenbar Zeit, Interesse oder Bewusstsein für die Notwendigkeit des Miteinanders.

Dass es bei der gemeinsamen Patientenversorgung im Kleinen schon so knirscht, lässt ahnen, welche Mammutaufgabe auf die Aktiven im Gesundheitswesen mit der großen Vernetzung zukommt.

Lesen Sie dazu auch: Die Überweisung: Beginn der Kommunikations-Misere Zuweiser fordern Gehör bei Fachärzten ein

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