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Kommentar

Neue Mitspieler bei Selektivverträgen

Die Zeichen stehen im Leistungsmanagement auf Kooperation in der PKV. Für Ärzte bringt das Chancen, Privatversicherer könnten sich im Gegenzug mehr in die Versorgung einschalten.

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen sich darauf einstellen, dass ihnen Selektivverträge künftig nicht mehr nur in der gesetzlichen Krankenversicherung begegnen, sondern auch in der privaten Krankenversicherung.

Die PKV-Unternehmen haben ein steigendes Interesse daran, die Versorgung ihrer Versicherten aktiv mitzugestalten und dafür gezielt Verträge mit Ärzten, Kliniken und anderen Leistungserbringern zu schließen. Sie haben allerdings ein Problem: Ihnen fehlt meist die Größe, um als Vertragspartner wahr- und ernstgenommen zu werden.

Selbst wenn ein Versicherer attraktive Angebote macht – was haben Berufsverbände, MVZ oder Großpraxen von einer (Rahmen)-Vereinbarung, die nur auf eine sehr überschaubare Zahl von Patienten zielt? Deshalb stehen die Zeichen in der Branche auf Kooperation.

Die PKV-Unternehmen stehen zwar im Wettbewerb um Kunden, auf der Vertragsseite können sie aber mehr erreichen, wenn sie an einem Strang ziehen. Mit Axa, Debeka, HUK-Coburg, Bayerischer Beamtenkrankenkasse und Union Kranken schlagen jetzt fünf Versicherer Pflöcke ein, die zusammen fast die Hälfte aller Vollversicherten haben.

Mit der Initiative „Innovatives Versorgungsmanagement“ treten sie bei der Verhandlung von Versorgungs- oder Rabattverträgen gemeinsam auf. Für Ärzte, die ihnen interessante Angebote machen können, tun sich hier neue Chancen auf – vorausgesetzt, die Bedingungen stimmen.

Schreiben Sie der Autorin: wi@springer.com

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