Direkt zum Inhaltsbereich

In der Studie haben 16 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD, (Einsekundenkapazität von im Mittel 37 Prozent) acht Wochen lang ihre Einatem-Muskulatur trainiert, und zwar dreimal pro Woche für etwa 20 Minuten (Eur Respir J 27, 2006, 1119).

Benutzt haben die Studienteilnehmer dafür spezielle Geräte, die auf den Mund gesetzt werden, zum Beispiel auch den in Deutschland von der R. Cegla GmbH in Montabaur erhältlichen Treshold® IMT. Mit solchen Geräten werden über ein federgeladenes Ventil Widerstände erzeugt, die die Patienten von der Stärke her selbst einstellen können und dann bei der Einatmung überwunden werden müssen. Somit wird der Atemmuskulatur mehr Kraft abverlangt, sie wird trainiert.

In der australischen Studie wurde zunächst mit 30 Prozent des maximalen vor dem Training tolerierten Widerstandes beim Einatmen trainiert und dann bis auf 101 Prozent gesteigert. Zum Vergleich machten 17 COPD-Patienten ein Scheintraining mit nur zehn Prozent des maximal tolerierten Widerstandes beim Einatmen. Das berichtet die Arbeitsgruppe um Professor Peter Eastwood aus Nedlands in West-Australien.

Nach acht Wochen Training hatte sich der maximal tolerierte Widerstand beim Einatmen um im Mittel 29 Prozent erhöht, und die Sechs-Minuten-Gehstrecke hatte sich um 27 Meter verlängert. Vor dem Training der Atemmuskulatur konnten die Patienten im Mittel 445 Meter in sechs Minuten laufen, nach dem Training waren es 472 Meter.

Der Unterschied ist nach Angaben der australischen Kollegen signifikant. Ein weiterer positiver Effekt: Die Lebensqualität der Patienten hatte sich nach deren eigenen Angaben wesentlich verbessert. Beurteilt wurde dies über ein Punktesystem, bei dem Parameter wie Atemnot während alltäglicher Arbeiten, chronische Müdigkeit und emotionales Befinden berücksichtigt wurden.

In der Gruppe der Patienten, die nur ein Scheintraining absolvierten, waren die Effekte wesentlich geringer; und die Sechs-Minuten-Gehstrecke blieb nahezu unverändert.

Der Atemmuskel-Trainer der R. Cegla GmbH ist in Apotheken und Sanitätshäusern erhältlich. Er wird in der Regel nicht von der GKV bezahlt und kann auf grünem Rezept oder Privatrezept verordnet werden. Das Gerät kostet etwa 30 Euro.

Besuchen Sie die Sommer-Akademie >>>

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Dosieraerosol, Pulverinhalator, Vernebler

Fallstricke bei der Inhalationstherapie im Kindesalter

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Metaanalyse

Atemwegsviren auch bei nichtakutem Asthma häufig nachweisbar

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie ein Hausarzt mit seinem„Medmobil“ Obdachlose versorgt

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Lesetipps
Ein langer Wurm liegt in einer behandschuhten Hand.

© Clouds Hill Imaging / Science Photo Library

Ascariasis

Wurm in der Hose: Was tun bei hartnäckigem Spulwurmbefall?

Echzeitdarstellung der Blutzuckermessung auf einem Smartphone

© Remigiusz Góra / stock.adobe.com

Kasuistik

Seltene Ursache rezidivierender Hypoglykämien