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Allergien im Blick

Bluttest ermittelt Schockgefahr bei Wespengiftallergie

Bei Bienen- oder Wespengiftallergie lässt sich an der Serumtryptase das Risiko für schwere systemische Reaktionen ablesen.

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Wenn eine Wespe sticht, kann es bei Allergikern zu lebensgefährlichen Reaktionen kommen.

Wenn eine Wespe sticht, kann es bei Allergikern zu lebensgefährlichen Reaktionen kommen.

© wasp / fotolia.de

NEU-ISENBURG (ikr). Die erhöhte Serumtryptase hat sich in einer großen europäischen Studie als Risikofaktor für schwere anaphylaktische Reaktionen bei einer Bienen- oder Wespengiftallergie bestätigt (Allergo J 2010; 19: 292). Allergologen haben retrospektiv die Krankendaten von 962 Patienten analysiert, die nach einem Bienen- oder Wespenstich eine systemische Reaktion entwickelt hatten. Als schwere Reaktionen galten anaphylaktischer Schock, Bewusstlosigkeit oder Herz- und Atemstillstand.

206 Patienten (21 Prozent) hatten solch eine schwere Reaktion. Sie traten vermehrt bei Patienten auf, die zuvor bereits auf einen Stich hin eine schwächere systemische Reaktion entwickelt hatten. Als Hauptrisikofaktor wurde jedoch eine erhöhte Serumtryptase-Konzentration identifiziert. Bereits ab einem Wert von etwa 5 µg/l stieg das Risiko an, und bei einem Wert von 20 µg/l lag es beim 3,8-Fachen. Der Median der betrachteten Kohorte lag bei 4,25 µg / l.

Aufgrund der aktuellen Datenlage empfehlen die Autoren der Studie, bei Patienten mit Bienen- oder Wepengiftallergie zur Risikoabschätzung die Serumtryptase zu bestimmen, die bei der Stimulation von den Mastzellen ausgeschüttet wird.

Als pharmakologischer Risikofaktor für schwere allergische Reaktionen erwies sich die Einnahme von ACE-Hemmern zur Blutdrucksenkung. Für Patienten mit Bienen- oder Wespengiftallergie empfehlen die Autoren daher die Umstellung auf ein anderes Antihypertensivum.

Eine weitere Beobachtung in der aktuellen Studie: Männer waren häufiger von schweren anaphylaktischen Reaktionen betroffen als Frauen, und die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs nahm mit steigendem Lebensalter zu.

Lesen Sie dazu auch: Kreuzreaktionen - harmlos oder riskant? Bluttest ermittelt Schockgefahr bei Wespengiftallergie Mehr Ekzeme bei Kindern von Rauchern Feigen kreuzreagieren mit Birkenpollen Mindern Atopien das Risiko für Leukämien?

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