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Darmkrebsvorsorge in Sachsen gut akzeptiert

LEIPZIG (dür). Die Akzeptanz der Darmkrebsvorsorge bei Patienten hat niedergelassene Gastroenterologen in Sachsen überrascht. Sie sei mit 47 896 Vorsorgekoloskopien im Jahr 2004 besser als erwartet und etwa ein Drittel höher als im Bundesdurchschnitt.

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Trotzdem müßte die Teilnehmerrate verdoppelt werden, um das Ziel zu erreichen: Der Zahl der jährlich neu an Darmkrebs erkrankten Patienten solle halbiert werden, erläutert der Leipziger Gastroenterologe Dr. Ulrich Wiesenhaken.

Anfänglich vorhandene Kapazitätsprobleme seien inzwischen ausgeräumt. Wer die Vorsorgeuntersuchung wahrnehme, müsse nicht mehr lange auf einen Termin warten, berichtet er. Bundesweit nutzten im Jahr 2004 etwa sechs Prozent der Frauen und 5,3 Prozent der Männer ab dem 55. Lebensjahr die Darmspiegelung.

Die höhere Beteiligung bei Frauen erklärt Wiesenhaken mit zwei Faktoren: Mit der im Vergleich zu Männern positiveren Einstellung zur Gesundheitsvorsorge und mit der sehr guten Unterstützung der Darmkrebsprävention durch Frauenärzte. Um die Teilnehmerquote weiter zu verbessern, appelliert die Fachgruppe an Hausärzte, Patienten Ängste vor der Koloskopie zu nehmen und ihnen die Untersuchung ans Herz zu legen.

"Bei der gegenwärtigen Teilnehmerrate von bundesweit etwa 500 000 Personen pro Jahr werden innerhalb von zehn Jahren etwa ein Viertel der berechtigten Bevölkerung eine Darmkrebsfrüherkennung gemacht haben", erläutert er. "Das ist zu wenig!" Nur wenn die Quote noch erheblich steige, könne die Darmkrebsmortalität deutlich gesenkt werden. Derzeit stürben jährlich bundesweit 30 000 Menschen an Darmkrebs. Dies seien viermal mehr Opfer als im Straßenverkehr zu beklagen seien, sagte Wiesenhaken.

Die Ergebnisse waren in Sachsen fast identisch mit den bundesweiten Werten. Danach wurden bei etwa ein Prozent der Untersuchten Karzinome im Rektum und Kolon diagnostiziert. Bei zwei Drittel dieser Patienten befand sich die Erkrankung in den Tumorstadien I und II.

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