Depression? Zwei Fragen führen an's Ziel

Veröffentlicht:

Bei Patienten mit Verdacht auf eine Depression sei es eine gute Strategie, die körperlichen Symptome als Einstieg zu nutzen und zu vermitteln, dass es schwer sein müsse, mit all den Beschwerden zu leben und den Alltag zu meistern. Dann könne man fragen, wie der Patient damit zurechtkomme, ob er nicht manchmal niedergeschlagen sei, sagte Professor Göran Hajak aus Regensburg.

Ist der Weg so gebahnt, kann die Depressionsdiagnostik mit hoher Treffsicherheit und nur zwei Fragen erfolgen, so Hajak anlässlich einer von Lundbeck unterstützten "Meet-the-Expert"-Session. Sie sollten bei unerklärlichen körperlichen Symptomen immer gestellt werden, riet der Psychiater. Erste Frage: Haben Sie sich in den vergangenen Monaten niedergeschlagen, deprimiert oder hoffnungslos gefühlt? Zweitens: Haben Sie bemerkt, dass Sie weniger Interesse für Dinge aufbringen konnten, die sie früher gern gemacht haben, oder keine Freude an dem empfinden konnten, was Sie taten? Wenn beide Fragen mit "Nein" beantwortet werden, ist eine Depression so gut wie ausgeschlossen. Wenn beide Fragen mit "Ja" beantwortet werden, hat der Patient dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Depression. (kat)

Lesen Sie dazu auch: Niere bevorzugt Kombi mit Ca-Antagonisten 10 000 Schritte sollst du geh'n - so schwer ist Bewegung im Alltag gar nicht Depression? Zwei Fragen führen an's Ziel Priorisierung zu Lasten der Palliativmedizin? Nierenpatienten: erst Eisen, dann Erythropoetin! Mit der Teilzeitstelle kommt der Karriereknick Wie ist das Gesamttherapieziel bei Diabetes zu erreichen? Über 8000 Ärzte waren dieses Jahr beim Kongress Internistenkongress 2011 mit Leitthema "Lebensphasen"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Systematisches Review mit Metaanalyse

Psychische Probleme wohl mit akutem Koronarsyndrom assoziiert

Depression, Angst, Schmerzen

Was zeichnet „schwierige“ Patientinnen und Patienten aus?

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Was eine gute Reha beim Post-COVID-Syndrom ausmacht

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist

Kasuistik

Rezidivierende Tumorbildung im linken Unterkiefer

Lesetipps
Pertussis: Auch die Großeltern impfen?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Pertussis: Auch die Großeltern impfen?