Enzym-Hemmer auch nach Stroma-Tumor-Op

NÜRNBERG (eim). Aktuelle Daten belegen, dass der Enzym-Hemmer Imatinib auch in der adjuvanten Therapie, also nach der Op, bei Patienten mit primären gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) das Rezidivrisiko statistisch signifikant senkt.

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Bisher ist Imatinib Goldstandard für die Therapie bei nicht resezierbaren oder metastasierten GIST. Bei Patienten mit GIST gelingt es, durch eine Imatinib-Therapie über ein Jahr im Anschluss an eine Operation das Risiko eines Rückfalls signifikant zu reduzieren. Das geht aus einer Studie des National Cancer Institute in New York mit 644 Patienten hervor, die wegen GIST operiert worden waren. Nach der Resektion bekamen sie entweder Imatinib oder Placebo. Primärer Studienendpunkt war das rezidivfreie Überleben.

Nach einem Jahr waren 97 Prozent der Patienten in der Imatinib-Gruppe noch ohne Rezidiv, in der Placebo-Gruppe nur 83 Prozent. Noch deutlicher war der Unterschied nach zwei Jahren: Da lebten noch 90 Prozent der Patienten in der Imatinib-Gruppe rezidivfrei, verglichen mit 71 Prozent in der Placebo-Gruppe. Wegen der guten Ergebnisse wurde die Studie frühzeitig entblindet und den Patienten der Placebo-Gruppe ein Wechsel auf Imatinib angeboten.

Diese Ergebnisse seien die ersten Daten, die die Wirksamkeit von Imatinib in der adjuvanten Therapie bei operablen GIST belegen, berichtete Dr. Peter Reichhardt vom HELIOS Klinikum in Bad Saarow. Die Daten könnten dazu führen, dass die adjuvante Therapie mit Imatinib in die Leitlinien für die Behandlung resezierbarer, nicht metastasierter GIST aufgenommen wird, so der Onkologe bei einer von Novartis unterstützten Veranstaltung in Nürnberg.

Den Antrag für die weltweite Zulassung von Imatinib zur adjuvanten Therapie nach der Op bei Patienten mit primärem GIST will das Unternehmen im Frühjahr 2008 einreichen.

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