IPPNW: Bis zu 100 000 Tote durch Tschernobyl

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BERLIN (te). Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) beschuldigen die Internationale Atomenergiebehörde IAEO im Zusammenhang mit der Tschernobylkatastrophe der Lüge.

Die Zahlen der Tschernobylfolgen-Studie, die die Behörde vorgelegt hat, seien falsch und wissenschaftlich nicht zu halten. Nach Angaben der IAEO seien weniger als 50 Menschen an den Folgen der Reaktorkatastrophe gestorben und künftig höchstens 4000 Krebstote zu erwarten.

"Hier wird gelogen, daß sich die Balken biegen", sagte Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, gestern in Berlin. Die Untersuchung der IAEO versuche, die Folgen des Tschernobylunglücks zu vertuschen.

Gemeinsam mit der Ärzteorganisation IPPNW präsentierte Pflugbeil eine eigene Studie zu den Folgen des Unglücks. Demnach sind bis heute 50 000 bis 100 000 Aufräumarbeiter, sogenannte Liquidatoren, gestorben.

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